Völkersbach

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Völkersbach
Gemeinde Malsch
Koordinaten: 48° 52′ 12″ N, 8° 23′ 45″ O
Höhe: 389 m
Fläche: 6,69 km²
Einwohner: 1893
Bevölkerungsdichte: 283 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 76316
Vorwahl: 07204

Völkersbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Malsch im Landkreis Karlsruhe. Während der Kernort Malsch in der Oberrheinischen Tiefebene liegt, gehört Völkersbach zu den Ortsteilen im nordwestlichen Schwarzwald.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Völkersbach liegt östlich von Malsch in etwa 370 m ü. NHN bis 440 m ü. NHN auf einer gerodeten, flach ostwärts geneigten Hangfläche im Naturraum Schwarzwald-Randplatten. Die Gemarkung Völkersbach reicht im Osten bis ins Tal der Moosalb. In der Völkersbacher Exklave am Mahlberg liegt mit 611,5 m ü. NHN[1] der höchste geografische Punkt des Landkreises Karlsruhe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Völkersbach wird 1254 erstmals urkundlich erwähnt, als die Gebrüder Kuno Wolftrigulo, Berthold und Krafto von Owensheim, Lehensträger der Eberstein, den Ort Völkersbach an das Kloster Frauenalb verkaufen. Im Zuge der Säkularisation und Auflösung des Klosters 1803 erlangte Völkersbach die Selbständigkeit. Der zu Völkersbach gehörende Rimmelsbacher Hof ist bereits im Jahre 1115 zum ersten Mal urkundlich erwähnt (Rümlinsbach vicus).

Mit dem 1. Januar 1973 gehört der Ort zu Malsch,[2] nachdem sich im Jahre 1972 der Völkersbacher Gemeinderat gegen einen Zusammenschluss mit den Nachbargemeinden Schöllbronn, Spessart und Schluttenbach zu der vorgesehenen Gemeinde Schönreuth ausgesprochen hatte. Diese Ablehnung und auch der Anschluss an die Gemeinde Malsch waren in der Völkersbacher Bevölkerung stark umstritten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Georg
Heimatmuseum

Die Katholische Pfarrkirche St. Georg besitzt einen spätmittelalterlichen Chorturm. Das heutige Kirchenschiff sowie das dem Turm aufgesetzte Oktogon wurden in den Jahren 1834/35 nach Entwürfen Johann Ludwig Weinbrenners erbaut.[3]

Feste und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr veranstaltet der Musikverein Harmonie Völkersbach das Dorfwiesenfest. Ein traditioneller Bestandteil dieses Festes ist eine Traktorparade.

In regelmäßigen Abständen findet das Brunnenfest mit Seifenkistenrennen statt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Völkersbach verlaufen sowohl die L613 (EttlingenGaggenau) als auch die K3551. Im öffentlichen Personennahverkehr ist Völkersbach mit den Buslinien 101, 103 und 253 des Karlsruher Verkehrsverbund zu erreichen.[4]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Kindergarten „Regenbogen“ verfügt Völkersbach über eine eigene Grundschule, die Mahlbergschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aloys Henhöfer (* 11. Juli 1789 in Völkersbach; † 5. Dezember 1862), deutscher Theologe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leopold Koch, Eine Kindheit in Völkersbach, 2005

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 476.
  3. Dagmar Zimdars [Bearb.]: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Baden-Württemberg I. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München, 1993, ISBN 3-422-03024-7, S. 803
  4. Liniennetzplan Busnetz Südlicher Landkreis Karlsruhe und nördlicher Landkreis Rastatt des Karlsruher Verkehrsverbundes, abgerufen am 19. Januar 2021.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Völkersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien