Varietät (Kybernetik)

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In der Kybernetik bezeichnet man eine Zunahme (wachsenden Vorrat) an Wirk-, Handlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten eines Systems mit dem Begriff der zunehmenden Varietät. Gemäß W. Ross Ashby dient die Varietät der Messung der Komplexität eines Systems.[1]

Varietätstheorem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Varietätstheorem beschreibt die Zusammenhänge zwischen Störungen S, die auf ein System einwirken, den möglichen Systemreaktionen R und den sich daraus ergebenden Konsequenzen K:

das heißt, die Varietät der Konsequenzen kann nicht geringer sein als das Verhältnis der Varietäten der Störungen und den möglichen Reaktionen.

Varietätszahl und Varietätsgrad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hierzu wurden nach Frahm Varietätszahl und Varietätsgrad eingeführt. Beide Größen dienen der Messung der Komplexität in der Kybernetik und sind wie nachfolgend definiert beschrieben:

- Die Varietätszahl:

Diese beschreibt den Quotienten der Summe aller Wechselbeziehungen W einer Projektstruktur zur Anzahl der Ordnungsebenen OE.

- Der Varietätsgrad:

Dieser ist der Quotient aus der Summe aller Wechselbeziehungen W zu der Anzahl der Knoten K der Projektstruktur.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. W. Ross Ashby: An Introduction to Cybernetics. London 1971
  2. Michael Frahm: Beschreibung von komplexen Projektstrukturen. In: PMaktuell. Heft 2/2011