Verbuschung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Verbuschung im Sinne der Ausbreitung von Sträuchern und Bäumen. Für die soziologische Verbuschung siehe Verbuschung (Soziologie).

Die Verbuschung ist die Ausbreitung von Sträuchern und Bäumen in Wiesen, Grünland, Heide und Savannen. Sie kann die Vorstufe zur Verwaldung sein, da sich in stacheligen Gebüschen junge Bäume entwickeln können, geschützt vor Verbiss. Verbuschung ist eine Form der Sukzession.

Natürliche Verbuschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gebieten, die ursprünglich bewaldet waren (z. B. Mitteleuropa), bedarf die Wiese als Teil der Kulturlandschaft einer menschlichen Pflege. Endet die Bewirtschaftung bei Sozialbrachen oder auf Grenzstandorten und hört die Nutzung auf, entsteht eine Brache. Durch die Verbuschung entstehen zuerst Gebüschformationen, dann Wald. Die in Mitteleuropa einst heimischen großen Pflanzenfresser, wie Wisent, Auerochse, Rothirsch und Wildpferd konnten diesem Prozess entgegenwirken. Der Effekt wird heute bei zahlreichen Beweidungsprojekten ausgenutzt, wo oft Heckrinder und Pferde ganzjährig größere Flächen beweiden um diese offen zu halten.

Da Wiesen und Heideflächen aufgrund der in ihnen herrschenden Artenvielfalt oft schutzwürdig sind, wird in solchen Fällen die Verbuschung durch Schafbeweidung oder Entkusselung gezielt zurückgedrängt.

Durch den Strukturwandel in der alpenländischen Landwirtschaft kommt es häufig dazu, dass Almen nicht mehr gepflegt und aufgegeben werden. Die Folge davon ist auch hier eine deutlich beobachtbare Verbuschung (Vergandung).[1]

Savannenverbuschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Be- und Überweidung der Savannen werden Gräser abgeweidet. Durch den geringeren Grasbewuchs wird weniger Bodenwasser verbraucht. Dieses steht anderen Pflanzen, zum Beispiel Sträuchern und Bäumen zur Verfügung, so dass eine Dornsavanne entstehen kann.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Almweide · Flächenentwicklung. Abgerufen am 15. April 2015.