Verdursten

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Hilfe gegen den Durst (William Adolphe Bouguereau)

Das Verdursten bezeichnet den Tod durch mangelnde Flüssigkeitsaufnahme von Süßwasser. Der Tod tritt durch fortgeschrittene Exsikkose (Austrocknung) ein.

Der tägliche Wasserbedarf eines Menschen liegt – je nach Umgebungstemperatur und körperlicher Aktivität – bei mindestens einem Liter. Ab einem Wasserverlust des menschlichen Körpers von 0,5–3 Prozent spürt der Betroffene Durst. Ab zehn Prozent kommt es zu Sprachstörungen und unsicherem Gang. Innerhalb von nur drei bis vier Tagen tritt in der Regel der Tod durch Dehydratation ein. Diese Zeitspanne ist aber extrem temperaturabhängig.

Der Körper benötigt Wasser sowohl in den Blut-Gefäßen zum Transport von Nährstoffen und Atemgasen als auch in den Zellen zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und zur Thermoregulation.

Verdursten ist ein wesentliches Problem in Trockenzonen, siehe Wasserkrise. Verdursten durch Nichtverfügbarkeit von Trinkwasser ist eine lebensbedrohende Gefahr nach (Natur-)Katastrophen wie Überschwemmung, Erdbeben, Verschüttung nach Explosionen (z. B. in Bergwerken).

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