Vereinigung der Sternfreunde

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Die Vereinigung der Sternfreunde e. V. (VdS) ist der zahlenmäßig stärkste Verband von Amateurastronomen in Deutschland. Er wurde als Nachläufer des von Robert Henseling 1921 ins Leben gerufenen Bundes der Sternfreunde (BdS) 1953 in Berlin gegründet. Der Verein hatte Ende 2017 gut 4.000 Mitglieder, darunter Amateurastronomen auch aus anderen deutschsprachigen Ländern.

Vereinsaufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwecke der VdS sind die Förderung der Astronomie in der Öffentlichkeit und die fachliche Weiterbildung, Betreuung und Information ihrer Mitglieder. Die VdS ist kein Dachverband der gut 200 regionalen Astrovereine, nimmt diese Funktion aber inoffiziell mit der Fachgruppe „Astronomische Vereinigungen“ seit 2016 wahr.[1][2] Insgesamt unterhält die VdS 17 Fachgruppen, die seit 1983 eingerichtet wurden:[3]

Seit 1992 gibt es mit dem Projekt „VdS-Sternwarte“ eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Volkssternwarte Kirchheim (Thüringen), um VdS-Mitgliedern den Zugang zu größeren Teleskopen zu ermöglichen (30-cm-Cassegrain und 50-cm-Newton).

Journal für Astronomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1997 veröffentlicht die VdS das „Journal für Astronomie“. Hier berichten Amateurastronomen und die Fachgruppen der VdS über astronomische Beobachtungen und deren Auswertung. Die Zeitschrift erscheint viermal jährlich (Januar, April, Juli und Oktober) mit 128 Seiten und wechselnden Schwerpunktthemen. Nichtmitglieder können sie auf Messen und Teleskoptreffen erwerben.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2003 veranstaltet die VdS in Deutschland den bundesweiten Astronomietag. Dieser steht in der Regel unter einem Motto, so der Astronomietag am 24. März 2018: „Das geheime Leben der Sterne“ (unterschiedliche Erscheinungsformen der Sterne), und am 30. März 2019: „Möge die Nacht mit uns sein“ (Orientierung am Sternhimmel, Lichtverschmutzung).

Neben jährlichen Treffen einzelner Fachbereiche der VdS finden auch Jahrestagungen statt. Diese werden jedes Jahr in einem anderen Bundesland ausgerichtet, zuletzt im Oktober 2019 in Neunburg vorm Wald.

VdS-Medaille[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1999 bis 2009 wurde jährlich die VdS-Medaille für besondere Tätigkeiten auf dem Gebiet der Amateurastronomie verliehen. Der Preis wurde 2011 vom „Deutschen Preis für Astronomie, verliehen durch die Vereinigung der Sternfreunde“ abgelöst. Seit 2017 gilt wieder der alte Name „VdS-Medaille“.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neue VdS-Fachgruppe „Astronomische Vereinigungen“. Vereinigung der Sternfreunde e.V. In: www.vds-astro.de. Abgerufen am 20. November 2016.
  2. Astronomische Vereinigungen. Vereinigung der Sternfreunde e.V. Abgerufen am 4. November 2017 (englisch).
  3. Homepage – Rubrik Fachgruppen. Vereinigung der Sternfreunde e.V. In: www.sternfreunde.de. Abgerufen am 22. September 2016.