Astronomietag

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Sternwarte Aachen

Der Astronomietag (auch Tag der Astronomie) ist ein jährlicher Aktionstag, der von Amateurastronomen und astronomischen Gesellschaften einiger Länder ausgerichtet wird, um einer breiten Öffentlichkeit die Astronomie und allgemein die Naturwissenschaften näher zu bringen und ihr Interesse dafür zu wecken.[1]

Traditionell findet der Astronomietag an einem Sonnabend im Frühjahr bei zunehmendem Mond statt, also meistens in den Wochen vor Ostern. In manchen Ländern wird er auch im Herbst veranstaltet.[2] Die einzelnen Veranstaltungen werden von örtlichen Volkssternwarten, Planetarien, Vereinen und Privatpersonen mit Vorträgen und Sternführungen durchgeführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Astronomietag (engl.: Astronomy Day) wurde 1973 vom damaligen Präsidenten der „Astronomical Association of Northern California“ Doug Berger ins Leben gerufen. Sein Ziel war, mit Ausstellungen und Aktivitäten an einem Tag öffentliche Aufmerksamkeit für die wissenschaftliche und die Hobby-Astronomie zu schaffen. Seitdem hat sich das Konzept stark ausgebreitet. In den Vereinigten Staaten nehmen inzwischen hunderte Astronomische Vereine, Observatorien, Museen, Colleges und Planetarien am Astronomietag teil.[1]

Seit 2003 wird der Tag auch in Deutschland und Österreich ausgerichtet, seit 2007 in der Schweiz. In Schweden wird der „Astronomins dag“ seit 2012 ausgerichtet.[3] In Frankreich wird ein ähnliches Projekt unter dem Namen „Sternennächte“ (Nuits des Étoiles) veranstaltet.[4]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunehmender Mond am Tag der Astronomie 2018 über Leipzig

In Deutschland wird der Astronomietag von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) koordiniert. Von 2003 bis 2007 war die VdS alleiniger Veranstalter. Seit ca. 2010 wird der Aktionstag mit der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft koordiniert.

  • 3. August 2003: Thema "Mars" (141 Veranstaltungen)
  • 18. September 2004: „Milchstraße“ (VdS in Zusammenarbeit mit der Langen Nacht der Sterne, einer Aktion der Zeitschrift Stern, der Europäischen Südsternwarte ESO und dem Rat der Planetarien; 180 Veranstaltungen)
  • 10. September 2005: „Unsere Nachbarn im All: Mars, Mond und Venus“ (250 Veranstaltungen)
  • 16. September 2006 (ohne Thema, 173 Veranstaltungen)
  • 29. September 2007 (ohne Thema, 143 Veranstaltungen)
  • 6. September 2008 (ohne Thema)
  • 4. April 2009 (ohne Thema)
  • 24. April 2010 (ohne Thema)
  • 9. April 2011 (ohne Thema)
  • 24. März 2012: „Die lange Nacht der Planeten“
  • 16. März 2013: „Vagabunden des Sonnensystems“ (der Komet C/2011 L4 (PANSTARRS) näherte sich der Sonne)
  • 5. April 2014: „Weltraumwüsten“ (damit sind alle Körper des Sonnensystems gemeint, von denen man „wüste“ Oberflächen kennt)
  • 20. und 21. März 2015: „Schattenspiele“
  • 19. März 2016: „Faszination Mond“
  • 25. März 2017: „Sehenswertes an der Sonnenbahn“ (157 Veranstaltungsangebote zu Objekten entlang der Ekliptik)[5]
  • 24. März 2018: „Das geheime Leben der Sterne“[6]
  • 30. März 2019 (geplant)

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich wird der Astronomietag seit 2003 von der Österreichischen Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik (ÖGAA) koordiniert.

  • 10. Mai 2003: 29 Veranstalter mit 98 Veranstaltungen
  • 24. April 2004: 27 Veranstalter mit 103 Veranstaltungen
  • 16. April 2005: 32 Veranstalter mit 129 Veranstaltungen
  • 6. Mai 2006
  • 19. Mai 2007, Thema „Junge Astronomie“
  • 10. Mai 2008, Thema „Schutz des Nachthimmels“
  • ...
  • 29. und 30. September 2017[7]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der schweizerische Tag der Astronomie wird von der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft ausgerichtet, seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der deutschen Vereinigung der Sternfreunde VdS.[8]

  • 22. September 2007: Zürich
  • 20. September 2008: Rapperswil, „Ägyptologie und Astronomie“
  • 12. September 2009: Kantonsschule Zug, „Astronomie und Philosophie“
  • 24. April 2010[9]
  • 9. April 2011
  • 24. März 2012: „Die lange Nacht der Planeten“
  • 20. April 2013
  • 5. April 2014: „Weltraumwüsten“
  • 21. März 2015: „Schattenspiele“[9]
  • 19. März 2016: „Faszination Mond“
  • 25. März 2017: „Sehenswertes an der Sonnenbahn“
  • 24. März 2018: „Das geheime Leben der Sterne“[8]
  • 30. März 2019 (geplant)[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sky & Telescope (Hrsg.): Celebrate Astronomy Day! 28. April 2012 (skyandtelescope.com [abgerufen am 25. März 2017]).
  2. Astronomy Day Fact Sheet. The Astronomical League, 2017, abgerufen am 25. März 2017 (englisch).
  3. Astronomins dag och natt. Svenska Astronomiska Sällskapet, 2017, abgerufen am 25. März 2017 (schwedisch).
  4. Les Nuits des Étoiles. L'Association Française d'Astronomie, 2017, abgerufen am 25. März 2017 (französisch).
  5. Gesamtübersicht Astronomietag 2017. Vereinigung der Sternfreunde e. V., 2017, abgerufen am 25. März 2017.
  6. VdS Redaktion: Astronomietag 2018 am 24. März. Das geheime Leben der Sterne. Vereinigung der Sternfreunde e.V., 2017, abgerufen am 10. März 2018.
  7. Astronomietage 2017. Abgerufen am 8. September 2017.
  8. a b Tag der Astronomie. Schweizerische Astronomische Gesellschaft, 4. Februar 2018, abgerufen am 10. März 2018.
  9. a b Marc Zihlmann: Tag der Astronomie. Astronomische Gesellschaft Bern, 11. Januar 2016, abgerufen am 10. März 2018.
  10. VdS Redaktion: Astronomietag. Vereinigung der Sternfreunde e. V., abgerufen am 25. März 2017.