Verwöhnender Erziehungsstil

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Der Begriff der Verwöhnung geht auf den Wiener Arzt und Begründer der Individualpsychologie Alfred Adler zurück. Er bezeichnet damit einen Erziehungsstil, der durch die Tendenz der Erzieher geprägt ist, Kindern in behütender Absicht auch einfache Aufgaben abzunehmen und jeden Wunsch zu erfüllen. Die heutige Tiefenpsychologie verwendet für solche Erziehungseinflüsse den englischen Begriff Overprotection. In der deutschsprachigen erziehungswissenschaftlichen Fachliteratur wird meist von einem permissiv-verwöhnenden Erziehungsstil gesprochen.[1]

Kindorientierung versus Verwöhnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Kindorientierung wird ein didaktisches Konzept im Rahmen des sogenannten Didaktischen Dreiecks verstanden, bei dem das Kind als lernendes Subjekt in den Mittelpunkt des Erziehungs- und Unterrichtsgeschehens gestellt wird.[2] Es kommt ihm insofern eine besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung zu. Unter der Bezeichnung „Erziehung vom Kinde aus“ wurde diese Erziehungsperspektive vor allem von den Vertretern der Reformpädagogik propagiert,[3] unter dem Fachterminusschülerzentrierter Unterricht“ von den Psychologen Tausch/Tausch in der Schulpraxis etabliert[4] und in Fachgebieten wie etwa der Verkehrspädagogik programmatisch umgesetzt.[5]

Im Gegensatz dazu hat der negativ besetzte Begriff der „Verwöhnung“ (Overprotection) eine andere Ausrichtung: Er darf weder mit dem Erziehungsstil der Kindorientierung noch mit emotionaler Zuwendung als solcher verwechselt werden. Während die Kindorientierung das Kind stärkt, indem sie ihm den nötigen Beistand und Rückhalt zur tätigen Auseinandersetzung mit den Lebensaufgaben gibt, schwächt die Verwöhnung das Kind Alfred Adler zufolge, weil es an einer eigenaktiven Lebensbewältigung gehindert wird.[6]

Verwöhnende Erziehung nach Adler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Erziehungsstil der „Verwöhnung“ und „Verzärtelung“ und seine Auswirkungen in bürgerlichen Familien wurden erstmals 1904 von Alfred Adler beschrieben.[7] Adler, der autoritäre Erziehung und Strafen ablehnte, zählte neben körperlichen Mängeln und einem lieblos-autoritären oder kalten Umgang mit dem Kind auch die Verwöhnung zu den schädlichen Faktoren, durch die Kinder „leicht die beste Unterstützung ihres geistigen Wachstums“ verlören, nämlich „das Vertrauen in die eigene Kraft.“[8] Er betrachtete die verzärtelnde oder verwöhnende Erziehung als Spielart einer vernachlässigenden Erziehung und wies auf ihre entmutigende Wirkung auf das Kind hin, das dadurch Antrieb und Motivation verliere, sich zum Erreichen seiner Ziele anzustrengen. Verwöhnung sei im Sinne überbeschützender Fürsorge als ein „Handeln für das Kind“ in Situationen zu verstehen, in denen es um die Selbstständigkeit und Kooperationsbereitschaft des Kindes mit anderen geht und das Kind eigentlich ermutigt und angeregt werden müsste, die Aufgabe auf seine Weise selbst zu bewältigen, um Erfahrungen zu sammeln und Selbstbewusstsein zu entwickeln. Adler sieht die Gefahr einer verwöhnenden Erziehung im Verlust des Sozialinteresses und der Fähigkeit zur Bewältigung der entsprechenden Lebensaufgaben. Das Kind werde „an eine imaginäre Welt gewöhnt, die nicht die unsere ist, in der alles von anderen für das verwöhnte Kind getan wird. Eine verhältnismäßig kurze Zeitstrecke genügt, um das Kind zu verleiten, sich immer im Mittelpunkt des Geschehens zu sehen und alle anderen Situationen und Menschen als feindlich zu empfinden.“[9]

Innerhalb seines tiefenpsychologischen Ansatzes betrachtete Adler die Verwöhnung als ein anerzogenes Beziehungsmuster zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft. Solche Muster würden in der frühen Kindheit durch die Haltung und Gefühlsdisposition der Erzieher im Zusammenspiel mit der individuellen, schöpferischen Antwort des Kindes geprägt und können sich Adler zufolge in Form gegebenenfalls schädlicher Charakterstrukturen im späteren Leben verstetigen und fortsetzen. In Abgrenzung zu Sigmund Freud betrachtete Alfred Adler den Ödipuskonflikt nicht als ein normales, universelles Stadium der psychischen Entwicklung, das jeder Mensch durchläuft, sondern allenfalls als Ergebnis falscher Erziehung eines Kindes. Solche seelischen Sackgassen entstünden nicht aus spontanen Triebbedürfnissen des Kindes heraus, sondern aus elterlicher Verwöhnung und dem Kontrast zwischen den Erziehungshaltungen der Mutter und des Vaters.[10] Auch für die Neopsychoanalytikerin Karen Horney stellte der Ödipuskomplex eine Art Fortentwicklung negativer Beziehungsmuster dar, die nur bei einem vorher schon verwöhnten Kind eintritt.[11]

Als Anhaltspunkte für verwöhnende Erziehung nennt Adlers Schüler Erwin Wexberg 1922: „Überhäufen mit Zärtlichkeit, überschwängliche Bewunderung für jede Leistung, maßlos auf seine Schönheit und Intelligenz eingebildet zu sein, das Kind all dies merken zu lassen und es zum Mittelpunkt der Familie machen, jeden Wunsch von den Augen ablesen, dem Kind gehorchen und sich von ihm beherrschen und tyrannisieren zu lassen, dem Kind alles abnehmen und ihm gleichzeitig jede Möglichkeit der eigenen Entwicklung zu nehmen.“[12]

Verwöhnung und ihre Folgen aus heutiger Sicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich gilt ein permissiv-verwöhnender Erziehungsstil heute vor allem im Säuglings- und Kleinkindalter als Optimalform der Erziehung und wird in den meisten Bereichen als entwicklungsfördernd eingeschätzt, besonders für das Selbstkonzept, die positive Bindung zu den Eltern, die sozialen Beziehungen und die Arbeitsorientierung.[1] Weniger eindeutig ist der Befund, wenn dieser Erziehungsstil auch in späterem Alter beibehalten wird.[13] Im Gegensatz zum autoritativen Stil können in der Schulzeit eine erhöhte Neigung zum Substanzmissbrauch sowie Devianz auftreten. Ein unterstützender Erziehungsstil, der durch liebevolle Wärme, Konsequenz, positive Unterweisung und entwicklungsangemessene Förderung gekennzeichnet ist, hat sich hingegen als förderlich für die Entwicklung zu selbstbewussten, emotional stabilen und leistungsfähigen Personen erwiesen. Als ungünstigster Erziehungsstil gilt aufgrund ihrer negativen Auswirkungen die vernachlässigende Erziehung.[1]

Mit dem Ausdruck „Helikopter-Eltern“ oder „Rücksitzkinder“ werden überbehütende Verhaltensweisen von Eltern beschrieben, die ihre zum Lebensmittelpunkt gemachten Kinder in ständiger Sorge und mit überhöhten Erwartungen wie ein Hubschrauber umschwirren, um ihnen alle eigenen Problemlösungen zu ersparen.[14] Eine charakteristische Erscheinungsform dafür ist das sogenannte Elterntaxi, der auf den selbstständig gestalteten Schulweg verzichtende Transport der Kinder im elterlichen Auto zur Schule.[15] Er wird von Schulen, Polizei, Verkehrspädagogik und Verbänden wegen der Nachteile für die Entwicklung und Sicherheit des Kindes, aber auch für die Situation des Unterrichtsbeginns vehement bekämpft.[16]

Der Sozialpädagoge Albert Wunsch unterstreicht, dass eine verwöhnende Erziehung Kinder durch kontinuierliche Unterforderung von den Realitäten des Alltags entwöhnt und sie daher entmutigt ins Leben entlässt. „Verwöhnung ist Verwahrlosung im Glitzerlook.“[17] Er sieht die Fehlerziehung der Verwöhnung, wenn sie denn zur Gewöhnung geworden ist, sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft mit teuer zu bezahlenden Langzeitfolgen behaftet:

„Es lebt sich wie im Schlaraffenland. Das Kind gewöhnt sich an den bequemen Mechanismus, alles leicht zu bekommen. Verwöhnen und Gewöhnen werden ein Paar. Die Folge ist eine Abnahme jeglicher Anstrengung. Das Kind wird permanent entmutigt. (…) Die Kraftlosigkeit führt auf Dauer zu Verwahrlosung, Aggression, letztlich zu Gewalt. Der postmoderne Asoziale steht vor uns. Verwöhnung hat einen hohen, nicht selten lebenslang zu zahlenden Preis.“

Albert Wunsch: Droge Verwöhnung: Plädoyer für eine andere Erziehung[18]

Der Pädagoge Wolfgang Bergmann meint, Verwöhnung führe wie die Vernachlässigung zu einem „Anwachsen der Unkonzentriertheit, der Rücksichtslosigkeiten, des Verlusts sozialer Bindungen der Kinder untereinander. […] oft bekommen sie dann ärztliche Diagnosen, wie ADHS oder Asperger-Syndrom – Etikettierungen, die aber nicht viel erklären. Kinder brauchen eine sichere Bindung, das setzt sichere Eltern voraus. Viele moderne Eltern sind gehetzt und voller Zukunftsangst, Kinder brauchen aber stabile Eltern, die auch einmal ohne dröhnende Strafstimme, sondern ruhig und selbstverständlich zugewendet, erläutern, was richtig und was falsch ist und darüber auch nicht die geringste Debatte zulassen. Kinder wollen nicht gleichberechtigt sein, Kinder wollen beschützt werden, das fällt vielen modernen Eltern oft schwer.“[19]

Auch der schwedische Psychiater und Buchautor[20] David Eberhard kritisiert die Auswüchse eines permissiven Erziehungsstils und fordert, Erwachsene sollten Kindern mehr zumuten und in der Erziehung auch Strenge und Autorität zeigen. Allzu liberale Erziehung schade Kindern und Eltern, weil Überbehütung Kinder nicht gut aufs Erwachsenenleben vorbereite und Eltern unter dem Druck gesellschaftlicher Schuldzuweisungen und Forderungen nach partnerschaftlichem Umgang mit dem Kind unsicher reagieren und sich nicht getrauen, ihre Kinder zurechtzuweisen.[21]

Eine empirische Untersuchung unter Leitung des an der Universität Amsterdam forschenden Psychologen Eddie Brummelman weist darauf hin, dass übersteigerte Überbewertung des Kindes durch die Bezugspersonen zur Entstehung narzisstischer Fehlentwicklungen beitragen kann.[22] Übertriebenes und wirklichkeitsfremdes Lob wirke sich negativ auf die Motivation von Kindern aus, wobei Brummelman zufolge unsichere Kinder für Entmutigungseffekte durch falsches Loben besonders anfällig sind, da sie sich durch unrealistisches Lob unter Druck gesetzt fühlen und dann vor neuen Anforderungen zurückschrecken.[23]

Wege aus der Verwöhnungsfalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der entscheidende Weg aus der Verwöhnungsfalle führt nach Albert Wunsch über die möglichst frühzeitige Verselbstständigung des Kindes und die Hinführung zu einer anteiligen Eigenverantwortlichkeit.[24] Der Verhaltensbiologe Felix von Cube stellt dem Verwöhnen das Fordern entgegen, das zu mehr Eigenständigkeit und Eigeninitiative der Heranwachsenden führe.[25] Der Wagnisforscher Siegbert A. Warwitz verlangt den Eltern den Mut und das Wagnis ab, die Kinder sich zunehmend von der Elternbestimmung lösen und selbst bestimmen zu dürfen, um zu eigenständigen Persönlichkeiten heranreifen zu können.[26] Der Pädagoge Josef Kraus prangert den Förderwahn mancher Eltern an, die ihre Einflussnahme auf die Entwicklung ihrer Kinder überziehen und zu wenig Freiraum für eigene Gestaltungsmöglichkeiten lassen.[27]

Beispiel selbstständiger Schulweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das verbreitete Phänomen Elterntaxi macht auch durch die regelmäßigen Publikationen der Statistischen Bundesämter der Länder deutlich, dass hier ein erzieherischer Irrweg beschritten wird, der den Kindern in mehrfacher Hinsicht schadet, indem er nicht nur die Bemühungen um die Erhöhung der Schulwegsicherheit konterkariert, sondern den Kindern auch Lernprozesse auf dem Schulweg vorenthält und den Unterrichtsbeginn psychologisch und emotional beeinträchtigt. Schulen, Polizei und Verkehrspädagogen empfehlen und fördern entsprechend statt des verwöhnenden und für die Kinder bequemeren Autotransports den nach einer sachgerechten Einführung verantwortbaren selbstständig gestalteten Schulweg.[28][29][30] Es gilt hier die das Kind als wachsende Persönlichkeit ernst nehmende Erziehungsregel „Fordern statt Verwöhnen“. [31]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Adler: The pattern of life. Cosmopolitan Book Co., New York NY 1930 (Deutsch: Kindererziehung. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-596-26311-5).
  • Heinz L. Ansbacher, Rowena R. Ansbacher (Hrsg.): Alfred Adlers Individualpsychologie. Eine systematische Darstellung seiner Lehre in Auszügen aus seinen Schriften. 3., ergänzte Auflage. Ernst Reinhardt, München u. a. 1982, ISBN 3-497-00979-2.
  • Foster W. Cline, Jim Fay: Parenting with Love and Logic. Teaching Children Responsibility. Pinon Press, Colorado Springs 1990, ISBN 0-89109-311-7.
  • Felix von Cube: Fordern statt Verwöhnen – Die Erkenntnisse der Verhaltensbiologie in der Erziehung. Piper, München 1986.
  • Jürg Frick: Die Droge Verwöhnung. Beispiele, Folgen, Alternativen. Huber, Bern 2001; 4., überarbeitete und ergänzte Auflage 2011, ISBN 978-3-456-84878-5.
  • Petra Ivanov:Geballte Wut. Appenzeller, Herisau 2014, ISBN 978-3-85882-678-7 (Beispiel der Folgen verwöhnender Erziehung aus der Perspektive eines straffälligen Jugendlichen).
  • Josef Kraus: Helikopter-Eltern. Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung. Rowohlt Verlag, Reinbek 2013, ISBN 978-3-498-03409-2.
  • Barbara Oehler: Der Einfluss der verwöhnenden und verzärtelnden Erziehung auf die gesunde und kranke Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit. Eine Untersuchung zur Individualpsychologie. Zentralstelle der Studentenschaft, Zürich 1977 (Dissertation, Universität Zürich, 1977).
  • Walter Toman: Familienkonstellationen. Ihr Einfluss auf den Menschen. Beck, München 1961; 7. durchgesehene Auflage (= Beck’sche Reihe 112). Ebenda 2002, ISBN 3-406-49407-2
  • Siegbert A. Warwitz: Wenn Wagnis den Weg weist des Werdens, In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2. erweiterte Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, S. 260–295.
  • Albert Wunsch: Die Verwöhnungsfalle. Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit. Kösel, München 2000; 14., überarbeitete und erweiterte Auflage 2013, ISBN 978-3-466-30982-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Sylva Liebenwein und Sabine Weiß: Erziehungsstile. In: Uwe Sandfuchs, Wolfgang Melzer, Bernd Dühlmeier und Adly Rausch: Handbuch Erziehung. UTB: Stuttgart 2012, S. 160–168 (hier: S. 163; 166 f.).
  2. Siegbert A. Warwitz: Verkehrserziehung vom Kinde aus. Wahrnehmen-Spielen-Denken-Handeln. 6. Auflage, Baltmannsweiler 2009. S. 35-53
  3. Maria Montessori: Die Entdeckung des Kindes. 4. Auflage, Herder, Freiburg 1974
  4. Reinhard Tausch, Anne-Marie Tausch: Erziehungspsychologie. 11. Auflage, Göttingen 1998
  5. Siegbert A. Warwitz: Verkehrserziehung vom Kinde aus. Wahrnehmen-Spielen-Denken-Handeln. 6. Auflage, Baltmannsweiler 2009
  6. Alfred Adler: The pattern of life. Cosmopolitan Book Co., New York NY 1930 (Deutsch: Kindererziehung. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2001)
  7. Alfred Adler: Der Arzt als Erzieher. In: Ärztliche Standeszeitung, Bd. 3, Nr. 13–15, 1904.
  8. Almuth Bruder-Bezzel: Die Geschichte der Individualpsychologie. 2. neu bearb. Aufl., Göttingen 1999, S. 21.
  9. Alfred Adler: Vor- und Nachteile des Minderwertigkeitsgefühls (1933, S. 40); zitiert nach: Marianne Roehl-Schlott und Rüdiger Schlott: Mitmenschlichkeit als zentraler Faktor in der Individualpsychologie Alfred Adlers, in: Gerald Mackenthun (Hrsg.): Verständnis und Mitgefühl: Vorträge und Essays zur tiefenpsychologischen Kulturanalyse und Psychosomatik. Königshausen & Neumann: Würzburg 2000, S. 77 (eingeschränkte Online-Vorschau).
  10. Joseph Rattner: Alfred Adler – eine biographische Skizze. In: Katharina Kaminski, Gerald Mackenthun (Hrsg.): Individualpsychologie auf neuen Wegen. Grundbegriffe – Individualpsychologie als angewandte Ethik – Psychotherapie – Charakterkunde. Königshausen & Neumann: Würzburg 1997, ISBN 3-8260-1324-7 (Onlinepublikation).
  11. So erläutert Henri F. Ellenberger in seiner Einführung in die Tiefenpsychologie, dt. Die Entdeckung des Unbewussten: Geschichte und Entwicklung der dynamischen Psychiatrie von den Anfängen bis zu Janet, Freud, Adler und Jung. Huber Verlag, Bern, Stuttgart, Wien 1973, Neuausgabe: diogenes, Zürich 2005, ISBN 3-257-06503-5, 1226 Seiten.
  12. Erwin Wexberg: Verzogene Kinder, In: Alfred Adler: Heilen und Bilden. Ein Buch der Erziehungskunst für Ärzte und Pädagogen. München 1922 (Neu hrsgg. von Wolfgang Metzger, Fischer: Frankfurt am Main, 1973)
  13. Christina Lüdeke: Hintergrund: Erziehungsstile. WDR, 2013.
  14. Foster W. Cline und Jim Fay: Parenting with Love and Logic Teaching Children Responsibility. Pinon Press 1990; Wendy Mogel: The Blessings of a Skinned Knee: Using Jewish Teachings to Raise Self-Reliant Children, Scribner, 2008, (Erstauflage 2001)
  15. ADAC e.V. (Hrsg.): Das „Elterntaxi“ an Grundschulen, 2. Auflage 2015 /Art.Nr. 2830103 (Autoren: Roland Winkler, Tanja Leven, Manuel Beyen, Jürgen Gerlach)
  16. Josef Kraus (Lehrer)|Josef Kraus: Helikopter-Eltern. Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung. Rowohlt Verlag, Reinbek 2013
  17. Albert Wunsch: Die Verwöhnungsfalle. Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit. München 2000; neu bearbeitete und wesentlich ergänzte Neuauflage, München 2013, S. 175ff
  18. Albert Wunsch: Droge Verwöhnung: Plädoyer für eine andere Erziehung Die Zeit, 1. Oktober 1998, Abruf 4. Juni 2017
  19. Interview mit Wolfgang Bergmann: „Verwöhnung ist nicht Liebe“, in: Focus Online vom 12. August 2009.
  20. David Eberhard: Kinder an der Macht. Die monströsen Auswüchse liberaler Erziehung. Aus dem Schwedischen von Lone Rasmussen-Otten. München: Kösel 2015, ISBN 978-3-466-31040-1 (Originalausgabe: Hur barnen tog makten. Stockholm: Bladh by Bladh 2013, ISBN 978-91-87371-08-0).
  21. Interview mit dem Autor von Jeannette Otto: So ziehen wir Rotzlöffel heran, in: DIE ZEIT vom 12. März 2015, S. 71–72.
  22. Eddie Brummelman et al.: Origins of narcissism in children. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, Jg. 112 (2015), S. 3659–3662; doi:10.1073/pnas.1420870112. Deutschsprachige Magazinartikel: Eltern-Lob macht Kinder narzisstisch (spektrum.de, 9. März 2015); Wie sich Eltern kleine Narzissten züchten (Wissenschaft.de, 9. März 2015).
  23. Eddie Brummelman et al.: “That’s not just beautiful – that’s incredibly beautiful!”: The adverse impact of inflated praise on children with low self-esteem. Psychological Science, 25, 728–735; doi:10.1177/0956797613514251. Zusammenfassung in deutscher Sprache von Martin Tomasik (Universität Zürich, Psychologisches Institut, Januar 2015). Siehe auch: Kinderarztnachrichten Unsicheren Kindern schadet übertriebenes Lob (Januar 2014).
  24. Albert Wunsch: Die Verwöhnungsfalle. Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit. 14. Auflage, Kösel, München 2013
  25. Felix von Cube: Fordern statt Verwöhnen – Die Erkenntnisse der Verhaltensbiologie in der Erziehung. Piper, München 1986
  26. Siegbert A. Warwitz: Wenn Wagnis den Weg weist des Werdens, In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2. erweiterte Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, S. 260–295
  27. Josef Kraus: Helikopter-Eltern. Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung. Rowohlt Verlag, Reinbek 2013
  28. R. Pfeiffer: Wir GEHEN zur Schule. Wien 2007
  29. Siegbert A. Warwitz: Der Weg zum ersten Alleingang. In: Ders.: Verkehrserziehung vom Kinde aus. Baltmannsweiler, 6. Auflage 2009, S. 190–215
  30. Phillip Spitta: Laufend lernen. Der Schulweg in der ersten Klasse. In: Sache-Wort-Zahl 30 (2002), S. 17–22
  31. Felix von Cube: Fordern statt Verwöhnen – Die Erkenntnisse der Verhaltensbiologie in der Erziehung. Piper, München 1986