Verwaltungsgemeinschaft (Bayern)

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Verwaltungsgemeinschaften sind Gemeindeverbände in Bayern. Sie sind interkommunale Kooperationen, die als gebietsabhängige Körperschaften des öffentlichen Rechts organisiert sind.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verwaltungsgemeinschaften wurden in Bayern im Rahmen des Ersten Gesetzes zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung vom 27. Juli 1971 eingeführt,[1] das Teil der Gebietsreform in Bayern war. Dieses Gesetz erhielt durch Bekanntmachung vom 25. September 1979 (GVBl S. 313) die Überschrift „Verwaltungsgemeinschaftsordnung für den Freistaat Bayern (VGemO)“.

Am 30. Juni 2008 gab es in Bayern 313 Verwaltungsgemeinschaften mit 988 Mitgliedsgemeinden, in denen 2.011.494 Einwohner lebten, was 16,1 % der Einwohnerzahl Bayerns entsprach.[2] Im Jahr 2017 gab es 311 Verwaltungsgemeinschaften mit 982 Mitgliedsgemeinden (Stand 1. Januar 2017).[3][4]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verwaltungsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss benachbarter kreisangehöriger Gemeinden unter Aufrechterhaltung des Bestands der beteiligten Gemeinden. Sie erfüllt öffentliche Aufgaben nach Maßgabe des Gesetzes[1] und dient der Stärkung der Leistungs- und Verwaltungskraft ihrer Mitglieder. Die Verwaltungsgemeinschaft wird durch die Gemeinschaftsversammlung aus Vertretern der Mitgliedsgemeinden (nach Gemeindegröße, mindestens Erster Bürgermeister und ein Gemeinderatsmitglied) geleitet. An ihrer Spitze steht einer der Ersten Bürgermeister als Gemeinschaftsvorsitzender. Die Geschäftsstelle erledigt die laufenden Verwaltungsarbeiten und unterstützt die Gemeinden.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Aufgaben einer Verwaltungsgemeinschaft zählen normalerweise alle Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises außer dem Erlass von Satzungen und Verordnungen. Bei den Mitgliedsgemeinden bleiben die Aufgaben des eigenen Wirkungskreises, wobei die Verwaltungsgemeinschaft als Behörde der Mitgliedsgemeinden agiert und dabei z. B. Geschäfte der laufenden Verwaltung erledigt.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Verwaltungsgemeinschaftsordnung für den Freistaat Bayern (Verwaltungsgemeinschaftsordnung – VGemO)
  2. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Staats- und Kommunalfinanzen in Bayern. Rechnungsergebnisse 2008. Statistischer Bericht – L13003 200800. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München November 2011, S. 34 (destatis.de [PDF; abgerufen am 20. Dezember 2015]).
  3. Gemeindedaten für Bayern 2015 erschienen. 3. März 2016, abgerufen am 5. Februar 2017.
  4. Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die kommunale Gliederung des Staatsgebiets. In: Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt. Jg. 2016, Nr. 19, 19. Dezember 2016, S. 349 (verkuendung-bayern.de [PDF; abgerufen am 5. Februar 2017]).
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