Verwischung

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Violinspiel (Rick Doble 2008)

Verwischung ist eine künstlerische Technik, die ab 1961 von Wolf Vostell geschaffen wurde. Vostell vergrößerte Fotografien aus Zeitschriften und Zeitungen auf Fotoleinwand, zog diese auf Keilrahmen auf und verwischte sie mit einer Mischung aus Terpentin und Tetrachlorkohlenstoff. Diese Mischung wird auf einen Lappen oder auf Watte aufgetragen um damit die Fotografien zu verwischen.[1]

Durch die Unschärfe im Foto beim Motion blur wird Geschwindigkeit und Bewegung sichtbar
Verwischtes Rathaus in Marburg während der Lichtinszenierung zum Shoppingabend Marburg b(u)y Night (2016). Der zum Weihnachtsbaum hin verschobene historische Sitz der Stadtverwaltung steht für die Illusion von Inszenierungen und die Vergänglichkeit der nur kurzzeitig schönen Bilder auf dem glühweingetränkten Marktplatz

Beim Fotografieren kann der Fotograf bewusst eine Verwischung erzeugen, indem er bei einem sich seitwärts bewegenden Motiv eine relativ lange Belichtungszeit wählt (Gegenteil: er führt die Kamera nach und erzeugt einen verwischten Hintergrund).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hubertus Gaßner (Hrsg.): Henrike Mund, Übermalt. Verwischt. Ausgelöscht: Das Porträt im 20.Jahrhundert. Hamburger Kunsthalle, 2011, ISBN 978-3-9380-0233-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] Wolf Vostell - Biografie