Zum Inhalt springen

Viasat Inc.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Viasat Inc.
Logo
Rechtsform Corporation
ISIN US92552V1008
Gründung 1986
Sitz Carlsbad (Kalifornien)
Leitung Mark D. Dankberg
(CEO, Board Chairman)
Mitarbeiterzahl 7000
Umsatz 4,5 Mrd. US-Dollar
Branche Satellitenkommunikation
Website www.viasat.com
Stand: 31. März 2025

Viasat Inc. ist ein börsennotiertes US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Carlsbad (Kalifornien). Das Unternehmen bietet Satellitenkommunikation an, unter anderem auch Internetzugang über Satellit in Flugzeugen sowie Verbindungen für US-Behörden und die US-Streitkräfte.

Viasat kündigte im November 2021 die Übernahme des britischen Unternehmens Inmarsat für ca. 600 Millionen US-Dollar an, welche zum 30. Mai 2023 abgeschlossen wurde.[1]

Zeitgleich mit dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 wurden die Satelliten von Viasat gestört, unter anderem mit dem Ergebnis, dass Enercon keinen Zugriff mehr auf die Steuerung seiner Windturbinen hatte.[2][3] Die Malware, welche das KA-SAT-Modem angriff, wurde AcidRain genannt, und es wurde vermutet, dass Sandworm, eine Einheit des russischen Militärgeheimdienstes GRU dahinter steckte.[4]

Satellitenflotte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand der Listen: 29. April 2026

Viasat-Satelliten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
NameStartdatum (UTC)TrägerraketeStartplatzSatellitenbusNSSDC-IDPosition[5]RegionenAnmerkungen
ViaSat-119. Okt. 2011Proton-M/​Bris-MBaikonurSSL 1300 (Space Systems/Loral)2011-059A115° WestNordamerika
ViaSat-21. Juni 2017Ariane 5 ECAKourouBSS-702HP (Boeing)2017-029A70° WestNordamerika, Transatlantik
ViaSat-3 F11. Mai 2023Falcon HeavyKennedy Space CenterBSS-702MP+ (Boeing)2023-060A89° WestNordamerika, Südamerika
ViaSat-3 F214. Nov. 2025Atlas V 551Cape CanaveralBSS-702MP+ (Boeing)2025-261A79° WestNordamerika, Südamerika
ViaSat-3 F329. Apr. 2026Falcon HeavyKennedy Space CenterBSS-702MP+ (Boeing)2026-096A158,5° OstAsien-PazifikTestphase

Weitere Satelliten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
NameStartdatum (UTC)TrägerraketeStartplatzSatellitenbusNSSDC-IDPosition[5]RegionenAnmerkungen
Anik F218. Juli 2004Ariane 5G+KourouBSS-702HP (Boeing)2004-027A111° WestNordamerikaKa-Band-Kapazitäten geleast
KA-SAT26. Dez. 2010Proton-M/Bris-MBaikonurEurostar 3000 (EADS Astrium)2010-069A9° OstEuropa, Naher OstenFrüher zusammen mit Eutelsat betrieben
WildBlue-18. Dez. 2006Ariane 5 ECAKourouSSL 1300 (Space Systems/Loral)2006-054A111° WestNordamerika
  1. ↑ Viasat Completes Acquisition of Inmarsat. Viasat Inc., 31. Mai 2023, abgerufen am 19. November 2025 (englisch).
  2. ↑ Satellite outage knocks out thousands of Enercon's wind turbines. Reuters, 28. Februar 2022.
  3. ↑ „...das eigentliche Ziel der Attacke war indes ein anderer Viasat-Kunde: das ukrainische Militär und dessen mobile Netzversorgung.“ – Wie Putins Agenten Deutschland unterwandern
  4. ↑ Kai Biermann, Eva Wolfangel: Angriff im Rücken der ukrainischen Armee. Russlands Hacker haben im Krieg gezeigt, wozu sie willens und fähig sind. Auch wenn sie militärisch kaum eine Rolle spielen, sind sie gefährlich – auch für den Westen. In: Zeit Online. Zeit Online GmbH, 23. Februar 2023, abgerufen am 25. Februar 2023.
  5. 1 2 GSO satellites 130°E to 100°W. Abgerufen am 1. Februar 2026 (englisch).

Koordinaten: 33° 7′ 37″ N, 117° 16′ 1″ W