Vicki Vomit

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Vicki Vomit bei einem Soloauftritt als Kabarettist in Guben

Vicki Vomit, eigentlich Jens Hellmann, (* 9. Juli 1963 in Trusetal, DDR) ist ein deutscher Musiker und Komiker. Vomit spielt parodistische Musik mit humorvollen bis satirisch-sozialkritischen Texten.

Leben und Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hellmann wurde in Trusetal (Thüringer Wald) geboren. In den 1970er Jahren zog die Familie nach Erfurt. Durch das Vorbild seiner Cousine Tamara Danz begann er sich frühzeitig für Musik zu interessieren und spielte schon in der Schulzeit in diversen Bands. In den frühen 1980er Jahren spielte er als Bassist bei der Erfurter Teenie-Band „Prinzz“, die nach Anfangserfolgen verschwand und erst in den späten 1980ern unter dem Namen „Blitzz“ und nunmehr als Heavy-Metal-Band wieder auftauchte. „Blitzz“ veröffentlichte 1989 bei Steamhammer/SPV das Album „Do The Blitzz“, auf welcher Hellmann unter dem Namen „Flatzz I. Wahnoff“ agierte. „Blitzz“ löste sich jedoch 1992 auf.

Vicki Vomit & die Misanthropischen Jazz-Schatullen

1994 veröffentlichte Hellmann seine erste CD „Ein Schritt nach vorn“ als Vicki Vomit beim Berliner Label „Neue Zeiten“ / Modern Music. Lieder wie „Arbeitslos und Spaß dabei“ und „Wohin mit Omas Leiche“ landeten auf diversen Samplern und sorgten so für einen raschen Kultstatus. 1998 folgte die CD „Kuschelpunk 5“, die auf Grund einer angedrohten Klage von Sony Music wegen der Ähnlichkeit zu deren Sampler Kuschelrock bald nicht weiter unter diesem Namen erscheinen durfte. 1999 erfolgte der Wechsel zum Speyerer Label Goodlife Records. Dort erschien unter anderem eine Live-DVD der Band und das Album „Für’n Appel und ’n Ei“. Seit 2011 veröffentlicht Vicki Vomit unter seinem eigenen Label Wollmonster Records.

Vicki Vomit & die Misanthropischen Jazz-Schatullen

Neben seinen musikalischen Auftritten ist Vicki Vomit auch mit einem abendfüllenden Programm als Comedian unterwegs. Seit 2007 moderiert er den Ost-Ableger der Comedylounge und seit 2001 organisiert er das Erfurter Liedermacherfestival, das junge Künstler bekannt machen will.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 verklagte die damalige Familienministerin Claudia Nolte den Sänger wegen eines Liedes, in dem er besang, eine Liebesnacht mit der Politikerin verbracht zu haben.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben:

  • 1994: „Ein Schritt nach vorn“
  • 1996: „Ich mach’s für Geld“
  • 1996: „Die fäkalischen Verse“
  • 1997: „Bumm Bumm“
  • 1998: „Kuschelpunk 5“
  • 2000: „Ficken für Deutschland“
  • 2001: „Wir bekommen ein Ei“
  • 2003: „Wollmonster“
  • 2005: „Doomjazz“ (Doppel-CD)
  • 2006: „Für ’n Appel und ’n Ei“
  • 2011: "Für weniger als wie für ’n Appel und ’n Ei"
  • 2012: "Ich freu mich wie ’n Pferd"
  • 2013: "STRC - PRST - SKRZ - KRK!"

Musik-DVD:

  • 2004: „Vicki Vomit – Live“
  • 2013: "Zwanzig Jahre Unfug"

Kabarett-DVD:

  • 2007: „Die Globale Erwärmung – unser Weg aus der Krise“
  • 2008: „Diplomkomiker“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vicki Vomit – Sammlung von Bildern