Victor-Klemperer-Wettbewerb

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Der Victor-Klemperer-Jugendwettbewerb ist ein nach Viktor Klemperer von Klemenau benannter Wettbewerb für Schüler, Jugendliche und Erwachsene, welche sich mit den Themenbereichen Demokratie und Toleranz kreativ beschäftigen. Dies kann in einer Vielzahl Formen, wie beispielsweise Aufsätzen, Interviews, Gedichten, Theaterstücken, musikalischen oder anderen künstlerischen Ausdrucksformen geschehen. Der Victor-Klemperer-Jugendwettbewerb wird bundesweit an Schulen, Initiativen, Jugendgruppen und Vereine ausgeschrieben.

Ziel[Bearbeiten]

Im Sinne des Namensgebers wollen die Veranstalter Demokratie, Toleranz, Zivilcourage und Weltoffenheit besonders bei jungen Leuten stärken. Jugendliche können und sollen sich in ihren Wettbewerbsbeiträgen kritisch mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen oder dem nationalsozialistischen Deutschland auseinandersetzen.

Entstehung[Bearbeiten]

In den neunziger Jahren hatten rechtsextremistische Ausschreitungen in Deutschland stark zugenommen - Initiativen gegen Rassismus und Gewalt wurden daraufhin ins Leben gerufen. Im Jahre 2000 gründeten das von der Bundesregierung initiierte Bündnis für Demokratie und Toleranz, die Dresdner Bank und der Aufbau-Verlag, der die Klemperer-Tagebücher herausgegeben hatte, den Victor-Klemperer-Jugendwettbewerb, der seitdem jedes Jahr neu ausgeschrieben wird. Seit 2002 ist das ZDF als Partner hinzugekommen.

Themen[Bearbeiten]

Die Wettbewerbsbroschüre enthält sowohl historische – meist den Nationalsozialismus betreffende – als auch aktuelle Themen wie Globalisierung, Menschenrechte, Zuwanderung und Integration, jüdisches Leben im heutigen Deutschland oder Sport – wie zum Beispiel anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006. Auch viele deutsche Popmusik-Größen wie Reamonn, Klee, Silbermond und Rosenstolz haben in der Wettbewerbsbroschüre bereits zu Demokratie und Toleranz aufgerufen.

Jury[Bearbeiten]

Der Jury gehören neben anderen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der Vorstandsvorsitzende der Dresdner Bank Herbert Walter und der Intendant des ZDF Markus Schächter an.

Weblinks[Bearbeiten]