Voluptas

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Voluptas (Stich von Daniel Hopfer, um 1500)

Voluptas (lateinisch „Lust“, „Vergnügen“, „Genuss“) ist in der römischen Mythologie die Personifikation der Lebenslust und sexuellen Lust.[1] Die Entsprechung der Voluptas in der griechischen Mythologie ist Hedone.

Bekannt ist sie vor allem aus der Erzählung von Amor und Psyche, die Apuleius in seinen Roman Metamorphosen eingebettet hat. Nach Apuleius ist Voluptas die Tochter von Psyche und Amor.[2]

In Beziehung zu Voluptas stand Volupia, die Göttin des Wohlbefindens, deren Tempel sich bei der Porta Romanula befand. Es ist nicht klar, ob beide gleichzusetzen sind, oder ob es sich um unterschiedliche Konzepte handelt.[3] Der Kult der Volupia ist jedenfalls uralt gewesen, da sich in ihrem Tempel die Statue der Angerona befand, die Plinius in Beziehung zum geheimen Namen Roms setzt.[4]

In der christlichen Theologie ist Voluptas die Wollust, eine der sieben Todsünden. Personifikation der Sinnenfreude in der christlichen Ikonografie des Mittelalters ist die Frau Welt.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cicero De natura deorum 2, 61.
  2. Apuleius Metamorphosen 6,2 4ff.
  3. Varro De lingua latina 5, 164; Macrobius Convivia primi diei Saturnaliorum 1, 10, 7; Augustinus De civitate dei 4, 8.
  4. Plinius Naturalis historia 3, 5.