Władysław Marconi

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Władysław Marconi (* 29. Februar 1848 in Warschau; † 4. Juni 1915 ebenda) war ein polnischer Architekt und Denkmalschützer, der vor allem in Warschau wirkte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Władysław Marconi war der Sohn des Architekten Enrico Marconi und einer eingebürgerten Schottin (Małgorzata, 1807–1884), die ihn im evangelischen Glauben erzog. Er schloss ein Studium im Jahr 1874 an der Kaiserlichen Akademie der bildenden Künste in St. Petersburg ab. Nach seiner Rückkehr nach Warschau begann er als Architekt zu arbeiten, betätigte sich aber auch im gesellschaftlich-kulturellen Umfeld. Er war Mitbegründer der Gesellschaft zum Erhalt der Denkmäler der Vergangenheit (Towarzystwo Opieki nad Zabytkami Przeszłości) und des Architekten-Kreises (Koło Architektów). Auch war er Mitglied in den Bauausschüssen zur Errichtung des Adam-Mickiewicz-Denkmals und der Poniatowski-Brücke. Der Architekt gehörte außerdem der Warschauer Gesellschaft für Fotografie (Warszawskie Towarzystwo Fotograficzne) an.

Marconi war mit seiner Nichte Kazimiera Eleonora (1859–1934) verheiratet. Das Ehepaar hatte vier Kinder, darunter Bohdan Marconi und Halina Maria (1888–1952), die späteren Ehefrau von Stanisław Łoza[1]. Brüder Marconis waren der Maler Karol Antoni Marconi und der Architekt Leandro Marconi.

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stanisław Bartłomiej Łoza (1888–1956) war ein polnischer Offizier und Kunsthistoriker
  2. Jan Fruziński (1867–1921) war ein Warschauer Konditor und Pralinenproduzent
  3. gem. Małgorzata Danecka, Thorsten Hoppe: Warschau entdecken. Rundgänge durch die polnische Hauptstadt. Trescher Verlag, ISBN 978-3-89794-116-8, Berlin 2008, S. 170

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Władysław Marconi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien