Wadi Murabbaʿat

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Wadi Murabbaʿat

Wadi Murabbaʿat ist ein Wadi in der Judäischen Wüste im Westjordanland. Es beginnt östlich von Bethlehem, erstreckt sich in südöstlicher Richtung und mündet 18 km südlich von Qumran ins Tote Meer. Seine Bedeutung für Archäologie und Geschichte liegt in 174 antiken Dokumenten (die meisten aus den ersten beiden Jahrhunderten n. Chr.), die in fünf Höhlen an der Nordflanke des Unterlaufs des Wadis entdeckt wurden.

Der arabische Name وادي مربعات / Wādī Murabbaʿāt bedeutet „Vierecks-Wadi“ und leitet sich von den auffälligen viereckigen Höhleneingängen von drei der erwähnten Höhlen ab. Alternative Namen sind Wadi Daraǧa (arabisch) oder Naḥal Deragot (hebräisch). Beide bedeuten „Stufen-Wadi“, da das Wadi im unteren Teil stufenweise nach unten abfällt.

Auf fast seiner ganzen Länge ist das zerklüftete Wadi durch markierte Wanderwege erschlossen. Der Weg im unteren Teil des Wadi-Betts enthält anspruchsvolle Kletterpassagen und führt durch Wassertümpel, die man schwimmend durchqueren muss.

1951, wenige Jahre nach der Entdeckung der ersten Qumran-Schriften, fanden Beduinen in den Höhlen Reste von antiken Dokumenten auf Papyrus und Tierhaut (ein Vorläufer von Pergament) und einige andere Fundstücke. Im Frühjahr 1952 wurden von der École biblique in Jerusalem und den jordanischen Antiquitätenbehörden in vier Höhlen Ausgrabungen durchgeführt, die weitere antike Schriften sowie Funde aus verschiedenen Epochen (von der Kupfersteinzeit bis zum 14. Jh. n. Chr.) zu Tage brachten. 1955 wurde, wieder zunächst von Beduinen, in einer fünften Höhle eine gut erhaltene Schriftrolle mit dem Zwölfprophetenbuch (Mur88) entdeckt.[1] 1968 und 1993 führten israelische Archäologen weitere Untersuchungen durch.[2]

In der Erstedition der Texte[3] ist nicht angegeben, welche Dokumente oder Fragmente von Beduinen gefunden wurden und welche im Rahmen kontrollierter archäologischer Ausgrabungen (mit Ausnahme von Mur88[4]). Mur174 und einige winzige Fragmente, die mit diesem ediert wurden[5], belegen, dass nicht alle von den Beduinen gefundenen Texte in das damalige Palestine Archaeological Museum, das heutige Rockefeller-Museum, (und damit in die Erstedition) gelangt sind. Die Tatsache, dass Mur26 und XḤev/Se50 Teile desselben Dokuments sind, lässt einen der folgenden Schlüsse zu: Entweder stammt Mur26 (und evtl. andere Dokumente, die als Murabbaʿat-Dokumente gelten) nicht von hier, sondern von anderswo (etwa aus dem Nachal Chever), oder XḤev/Se50 (und evtl. andere Dokumente) wurde in Wirklichkeit im Wadi Murabbaʿat entdeckt.

Die Dokumente aus dem Wadi Murabbaʿat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn nicht anders angegeben, sind die Texte auf Papyrus geschrieben.

Dokument Sprache Datierung Inhalt Bemerkungen
Mur1 hebräisch Anfang 2. Jh. n. Chr. Biblischer Text (Gen-Num) Tierhaut
Mur2 hebräisch 1. Jh. n. Chr. Biblischer Text (Dtn) Tierhaut
Mur3 hebräisch 1. Jh. n. Chr. Biblischer Text (Jes 1,4-14) Tierhaut
Mur4 hebräisch Phylakterium Tierhaut
Mur5 hebräisch Mesusa? Tierhaut; winzige Schrift, praktisch unlesbar
Mur6 hebräisch 1. Jh. v./ 1. Jh. n. Chr. Religiöser Text Tierhaut
Mur7 hebräisch Anfang 2. Jh. n. Chr. Vertrag? Tierhaut; 15 kleine Fragmente mit nur wenigen erhaltenen Wörtern
Mur8 aramäisch Anfang 1. Jh. n. Chr. Rechnung über Gerste und Linsen? Tierhaut
Mur9 aramäisch Rechnung? Tierhaut
Mur10 A: aram.

B: hebr./aram.

B: 1. Jh. n. Chr.

A: Rechnung

B: zwei hebr./ aram. Alphabete

Tierhaut; Palimpsest (A: unterer, abgewaschener Text)
Mur11 Reste eines hebr./ aram. Alphabets Tierhaut
Mur12 Tierhaut; unlesbares Fragment
Mur13 Tierhaut; unlesbares Fragment
Mur14 Tierhaut; unlesbares Fragment
Mur15 Tierhaut; unlesbares Fragment
Mur16 Tierhaut; unlesbares Fragment
Mur17 A: hebr.

B: hebr./aram.

A: 8./ 7. Jh. v.  Chr. A: Brief

B: Liste von Namen und Getreidemengen?

Palimpsest
Mur18 aramäisch 55/56 n. Chr. Schuldschein Doppelurkunde
Mur19 aramäisch 71 n. Chr. Scheidebrief (Get) Doppelurkunde; in Masada vom Ehemann selbst geschrieben (vgl. Dtn 24,1 EU); Palimpsest
Mur20 aramäisch Ende 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Ehevertrag (Ketubba) Doppelurkunde
Mur21 aramäisch Ende 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Ehevertrag Doppelurkunde
Mur22 hebräisch 69 (oder 66/132/135) n. Chr. Grundstücksverkaufsvertrag Doppelurkunde
Mur23 aramäisch 15.1.67/ 31.1.71 n. Chr. Verkaufsvertrag Doppelurkunde
Mur24 hebräisch 3.2.134 n. Chr. 12 Pachtverträge
Mur25 aramäisch Okt./ Nov. 134 n. Chr. Grundstücksverkaufsvertrag Doppelurkunde; 23, meist winzige Papyrusfragmente, aus denen eine Ratte ihr Nest gebaut hatte
Mur26 aramäisch Teil des Dokumentes XḤev/Se50
Mur27 aramäisch 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Verkaufsvertrag
Mur28 aramäisch 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Verkaufsvertrag Doppelurkunde
Mur29 hebräisch 11.9.67/ 31.8.68 n. Chr. Verkaufsvertrag Doppelurkunde
Mur30 hebräisch 26.9.69 n. Chr. Grundstücksverkaufsvertrag Doppelurkunde
Mur31 aramäisch 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Verkaufsvertrag 6 kleine Fragmente
Mur32 aramäisch v. Chr. Verkaufsvertrag/ Schuldschein
Mur33 aramäisch 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Quittung
Mur34 aramäisch? 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Vertrag? Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur35 aramäisch 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Vertrag? Fragment mit einem lesbaren Wort („wohnend“)
Mur36 hebräisch? 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Vertrag 2 Fragmente mit wenigen lesbaren Wörtern
Mur37 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. 3 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur38 aramäisch 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Vertrag? 6 Fragmente mit Resten von 6 Unterschriften
Mur39 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Vertrag? 3 Fragmente mit Resten von 2 Unterschriften
Mur40 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Vertrag? 2 Fragmente mit Resten von 2 Unterschriften
Mur41 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Namensliste 6 Fragmente, wenige Namen lesbar
Mur42 hebräisch 134/ 135 n. Chr. Brief: Kaufbestätigung und Nachricht über römische Truppenbewegung Vollständig erhalten
Mur43 hebräisch 132 – 135 n. Chr. Brief: Schutzbrief für Galiläer Absender: Simon, Sohn des Kosiba (Bar Kochba)
Mur44 hebräisch 132 – 135 n. Chr. Brief: Gesuch um Weizen Vollständig erhalten; Absender: Simon (Bar Kochba); nicht gleiche Handschrift wie Mur43
Mur45 hebräisch 134/ 135 n. Chr. Brief: Schilderung der Notsituation Erwähnt „Mezad Hasidin“ (Festung der Frommen) – Qumran?
Mur46 hebräisch Brief: Gesuch, einen Mann nach En Gedi zu schicken
Mur47 hebräisch Brief 7 Zeilenanfänge erhalten
Mur48 hebräisch Brief Reste von 7 Zeilen
Mur49 hebr./aram. Brief? Reste von 4 Zeilen
Mur50 hebräisch Brief? 4 Fragmente mit wenigen lesbaren Wörtern
Mur51 hebr./aram. Brief? 2 Fragmente mit wenigen lesbaren Wörtern
Mur52 hebräisch Brief? 6 Fragmente mit wenigen lesbaren Wörtern
Mur53 Unlesbare Zeichenreste
Mur54 hebr./aram. Kleine Fragmente mit unlesbaren Resten in kursiver Schrift
Mur55 aramäisch? 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. 7 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur56 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit den ersten Buchstaben von 8 Zeilen
Mur57 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur58 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. 4 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur59 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur60 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. 2 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur61 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. 5 Fragmente mit einem lesbaren Wort („Simon“)
Mur62 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur63 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur64 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur65 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur66 aramäisch 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit einem lesbaren Wort („drei“)
Mur67 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur68 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. 3 unlesbare Fragmente
Mur69 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit Buchstabenresten
Mur70 hebr./aram. 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Fragment mit Buchstabenresten
Mur71 nabatäisch 1. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur72 aramäisch Ende 2./ Anfang 1. Jh. v. Chr. Brief: Bericht Ostrakon; erwähnt Masada
Mur73 aramäisch ca. 50 v. Chr. Anfang eines Alphabets und Namen Ostrakon
Mur74 aramäisch Mitte 1. Jh. n. Chr. Namensliste Ostrakon
Mur75 hebräisch Personenname Ostrakon
Mur76 aramäisch Personenname Ostrakon
Mur77 hebr./aram. Name Ostrakon; der Name „Herodes“ kann eine Person oder die Festung Herodium bezeichnen
Mur78 hebr./aram. Anfang eines doppelten Alphabets Ostrakon
Mur79 hebr./aram. Alphabet und Teil eines weiteren Ostrakon
Mur80 hebr./aram. Reste zweier Alphabete Ostrakon
Mur81 hebr./aram. Ostrakon; wenige Buchstaben erhalten
Mur82 hebr./aram. Ostrakon; 1 Buchstabe erhalten
Mur83 hebr./aram. Ostrakon; 1 Buchstabe erhalten
Mur84 hebr./aram. Ostrakon; wenige Buchstaben erhalten
Mur85 Ostrakon; unklar, ob beschriftet
Mur86 Ostrakon; unklar, ob beschriftet
Mur87 aramäisch Ostrakon; das einzige lesbare Wort Abba kann Eigenname sein oder „der Vater“ heißen
Mur88 hebräisch Biblischer Text (Zwölfprophetenbuch) Tierhaut
Mur89 griechisch Namen und Geldbeträge Tierhaut
Mur90 griechisch Liste von Namen und Getreidemengen Tierhaut
Mur91 griechisch Liste von Namen und Getreidemengen Tierhaut
Mur92 griechisch Getreideabrechnung Tierhaut
Mur93 griechisch Getreideabrechnung Tierhaut
Mur94 griechisch Getreideabrechnung Tierhaut
Mur95 griechisch Namensliste Tierhaut
Mur96 griechisch Getreideabrechnung Tierhaut
Mur97 griechisch Getreideabrechnung Tierhaut
Mur98 griechisch Getreideabrechnung? Tierhaut; Reste von 2 Zeilen
Mur99 griechisch Tierhaut; Fragment mit wenigen Buchstaben
Mur100 griechisch Getreideabrechnung? Tierhaut; Reste von 3 Zeilen
Mur101 griechisch Getreideabrechnung? Tierhaut; Fragmente mit einem lesbaren Wort („Wicke“)
Mur102 griechisch Tierhaut; 3 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur103 griechisch Namensliste Tierhaut
Mur104 griechisch Tierhaut; wenige lesbare Buchstaben
Mur105 griechisch Tierhaut; Verso von Mur97, Fragm. e; 2 Buchstaben
Mur106 griechisch Tierhaut; wenige lesbare Buchstaben
Mur107 griechisch Tierhaut; ein lesbarer Name („Eleasar“)
Mur108 griechisch 2. Hälfte 1. Jh. n. Chr. Philosophischer oder religiöser Text
Mur109 griechisch Ende 1./ Anfang 2. Jh. n. Chr. Literarischer Text
Mur110 griechisch Literarischer Text? Verso von Mur109; wenige lesbare Buchstaben
Mur111 griechisch Literarischer Text? Wenige lesbare Wörter
Mur112 griechisch 1. Hälfte 2. Jh. n. Chr. Literarischer Text? Wenige lesbare Wörter
Mur113 griechisch 1. Hälfte 2. Jh. n. Chr. Prozessakte
Mur114 griechisch 115 oder 171 n. Chr. Schuldschein Doppelurkunde?
Mur115 griechisch 19. Oktober 124 n. Chr. Ehevertrag Doppelurkunde
Mur116 griechisch 1./2. Jh. n. Chr. Ehevertrag Doppelurkunde?
Mur117 griechisch ca. 185 n. Chr. Verso: Offizielle Anordnungen Recto: praktisch unlesbarer Text
Mur118 griechisch Verso: Abrechnung Recto (durchgestrichen): wenige lesbare Buchstaben
Mur119 griechisch Abrechnung?
Mur120 griechisch Abrechnung?
Mur121 griechisch Abrechnung
Mur122 griechisch Abrechnung?
Mur123 griechisch Abrechnung
Mur124 griechisch Abrechnung
Mur125 griechisch Abrechnung
Mur126 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur127 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur128 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur129 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur130 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur131 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur132 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur133 griechisch 6 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur134 griechisch 4 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur135 griechisch 2 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur136 griechisch 2 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur137 griechisch 3 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur138 griechisch 5 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur139 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur140 griechisch 3 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur141 griechisch 2 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur142 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur143 griechisch Beidseitig beschriebenes Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur144 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur145 griechisch 4 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur146 griechisch 2 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur147 griechisch 2 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur148 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur149 griechisch 3 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur150 griechisch 2 Fragmente mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur151 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur152 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur153 griechisch Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur154 griechisch 5./ 6. Jh. v. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur155 griechisch 36 Fragmente, davon 10 mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur156 griechisch 11. Jh. n. Chr. Liturgischer Text aus dem byzantinischen Horologion Beidseitig beschriebenes Papier
Mur157 griechisch 10. Jh. n. Chr. Magischer Text mit Zeichnung Papier
Mur158 lateinisch 1. Jh. n. Chr. Militärischer oder administrativer Text
Mur159 lateinisch Ende 2./ Anfang 3. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur160 lateinisch Mitte 2. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur161 lateinisch? Fragment mit wenigen Buchstaben
Mur162 lateinisch 1./2. Jh. n. Chr. Fragment mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur163 lateinisch Anfang 2. Jh. n. Chr. 5 Fragmente mit wenigen lesbaren Wörtern
Mur164 griechisch 2. Jh. v. Chr. Stenographierter Text
Mur165 griechisch Ostrakon mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur166 griechisch Ostrakon mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur167 griechisch Ostrakon mit wenigen lesbaren Buchstaben
Mur168 lateinisch Ostrakon mit einem lesbaren, aber unverständlichen Wort („crisius“)
Mur169 arabisch Ende 938/ Anfang 939 n. Chr. Quittung Papier
Mur170 arabisch 9./ 10. Jh. n. Chr. Verkaufsvertrag Papier
Mur171 arabisch 10. Jh. n. Chr. Magischer Text Papier; Rückseite: drei unverständliche Zeilen in griechischer Schrift
Mur172 arabisch 10. Jh. n. Chr. Religiöser/ magischer Text Papier
Mur173 arabisch 10. Jh. n. Chr. Religiöser/ magischer Text Papier
Mur174 hebräisch 28.11.132/ 17.12.133 n. Chr. Schuldschein Separat ediert[6]
Mur263-284 Münzen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pierre Benoit, Józef  T. Milik, Roland de Vaux: Les Grottes de Murabbaʿât (= Discoveries in the Judaean Desert. Band II). Clarendon Press, Oxford 1961 (Ausgrabungsbericht, Edition und französische Übersetzung der Dokumente).
  • Ada Yardeni: Textbook of Aramaic, Hebrew and Nabataean Documentary Texts from the Judaean Desert and Related Material. A: The Documents. Hebrew University, Ben-Zion Dinur Center for Research in Jewish History, Jerusalem 2000 (Re-Edition und [moderne] hebräische Übersetzung der hebräischen und aramäischen Dokumente).
  • Ada Yardeni: Textbook of Aramaic, Hebrew and Nabataean Documentary Texts from the Judaean Desert and Related Material. B: Translation, Palaeography, Concordance. Hebrew University, Ben-Zion Dinur Center for Research in Jewish History, Jerusalem 2000 (Englische Übersetzung der hebräischen und aramäischen Dokumente).
  • Elisabeth Koffmahn: Die Doppelurkunden aus der Wüste Juda. Recht und Praxis der jüdischen Papyri des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. (= Studies on the Texts of the Desert of Judah. Band 5). Brill, Leiden 1968 (Deutsche Übersetzung der Doppelurkunden und Kommentar).
  • Klaus Beyer: Die aramäischen Texte vom Toten Meer. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1984 (Deutsche Übersetzung der aramäischen Dokumente).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roland de Vaux: Archéologie. In: Pierre Benoit, Józef  T. Milik, Roland de Vaux: Les Grottes de Murabbaʿât (= Discoveries in the Judaean Desert. Band II). Clarendon Press, Oxford 1961, S. 3–50.
  2. Ephraim Stern, Hanan Eshel: Murabba'at, Wadi. In: Lawrence H. Schiffman, James C. VanderKam (ed.): Encyclopedia of the Dead Sea Scrolls. Band 1, Oxford 2000, S. 581–586.
  3. Pierre Benoit, Józef  T. Milik, Roland de Vaux: Les Grottes de Murabbaʿât (= Discoveries in the Judaean Desert. Band II). Clarendon Press, Oxford 1961. Für einige der Dokumente findet sich ein solcher Hinweis in: Stephen J. Pfann: V. Sites in the Judean Desert where Texts have been Found. In: Emanuel Tov (Hg.): Companion Volume to the Dead Sea Scrolls Microfiche Edition. E.J. Brill: Leiden, New York, Köln 1995, S. 109–119, 113.
  4. Roland de Vaux: VIII. Le rouleau des douze prophètes. In: Pierre Benoit, Józef  T. Milik, Roland de Vaux: Les Grottes de Murabbaʿât (= Discoveries in the Judaean Desert. Band II). Clarendon Press, Oxford 1961, S. 50.
  5. Esther Eshel; Hanan Eshel; Gregor Geiger: Mur 174: A Hebrew I.O.U. Document from Wadi Murabba'at. In: Liber Annuus 58 (2008), S. 313–326; Gregor Geiger: Papyrusfragmente, evtl. aus dem Wadi Murabbaʿat. In: Dead Sea Discoveries 19 (2012), S. 215–220.
  6. Esther Eshel; Hanan Eshel; Gregor Geiger: Mur 174: A Hebrew I.O.U. Document from Wadi Murabba'at. In: Liber Annuus 58 (2008), S. 313–326; Gregor Geiger: Papyrusfragmente, evtl. aus dem Wadi Murabbaʿat. In: Dead Sea Discoveries 19 (2012), S. 215–220.

Koordinaten: 31° 35′ 10″ N, 35° 22′ 27″ O