Walter Müller (Archäologe, 1946)

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Walter Müller (* 14. Januar 1946 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein deutscher Klassischer und Prähistorischer Archäologe.

Im Anschluss an eine berufliche Tätigkeit auf dem Gebiete der Zerstörungsfreien Materialprüfung (1969–1975) studierte Walter Müller jeweils im Hauptfach Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte an den Universitäten Heidelberg, Mannheim und München. 1985 wurde er als Schüler von Wolfgang Schiering und Harald Hauptmann mit der Arbeit Kretische Tongefäße mit Meeresdekor. Entwicklung und Stellung innerhalb der Feinen Keramik von Spätminoisch I B auf Kreta an der Universität Mannheim promoviert. Seit 1985 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, Forschungsstelle Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, deren Leitung er von 2002 bis 2011 innehatte. Müller ist zusammen mit Ingo Pini Herausgeber des Corpus.

An Ausgrabungen bzw. Surveys nahm Müller in Solnhofen, auf dem Magdalensberg sowie in Rethymnon und Palekastro auf Kreta teil. Seine Forschungsschwerpunkte sind antike Glyptik, minoische Kunstgeschichte und Archäometrie (Röntgen- und Ultraschallverfahren). Außerdem leitet er die CMS-Datenbanken, deren Präsentation im Internet in Zusammenarbeit mit Arachne in Köln realisiert wird.

Müller hat einen Lehrauftrag für die ägäische Bronzezeit an der Philipps-Universität Marburg und ist korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kretische Tongefäße mit Meeresdekor. Entwicklung und Stellung innerhalb der feinen Keramik von Spätminoisch I B auf Kreta, Archäologische Forschungen Bd. 19 Berlin, Gebr. Mann 1997, ISBN 3-7861-1793-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]