Wasseraufnahme

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Die Wasseraufnahme ist eine physikalische Kenngröße eines Stoffes, Stoffgemisches oder Materials und ist nicht mit dem Vorgang des Trinkens zu verwechseln.

Eine wichtige Rolle spielt der Fachbegriff in Normen und technischen Regelwerken zu Baustoffen. Deren Eigenschaft zur Wasseraufnahme ist abhängig von der Oberflächenbeschaffenheit und Porosität und entscheidend für ihre Frostsicherheit. So sind beispielsweise bestimmte Materialien – oder Produktvarianten – mit hoher Wasseraufnahme nur für den Innenbereich geeignet.
Ihre Wasseraufnahmefähigkeit kann hier sogar erwünscht sein, um die relative Feuchtigkeit der Raumluft zu puffern.

Die Wasseraufnahme ist eine wichtige Kenngröße von Isolierstoffen – sie ist hier nicht erwünscht.

Dagegen ist die Wasseraufnahme bei Trockenmitteln (z. B. Zeolithe oder Silicagel) erwünscht.

Bestimmte Stoffe müssen vor Wasseraufnahme geschützt werden, damit sie in ihrer Reinheit oder Struktur erhalten bleiben. Beispiele sind konzentrierte Schwefelsäure, Salze, Alkohole.

Im Bereich der Bodenmechanik wird der Begriff auch für die Eigenschaften von Böden verwendet.

Methoden zur Bestimmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasseraufnahme ist der abgegebene Bestandteil in % oder mg, den eine Probe nach dem vollständigen Trocknen nicht mehr enthält.

WB1: Wasseraufnahme in mg

WB2: Wasseraufnahme in Prozenten

mq: Masse der gequollenen Probe

me: Masse der getrockneten Probe