Weikerlseen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Weikerlsee)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kleiner Weikerlsee
Kleiner Weikerlsee an einem herbstlichen Vormittag
Kleiner Weikerlsee an einem herbstlichen Vormittag
Geographische Lage Linz-Ebelsberg, Oberösterreich
Zuflüsse Grundwasser[1]
Abfluss Gerinne zum Großen Weikerlsee[1]
Daten
Koordinaten 48° 15′ 53″ N, 14° 21′ 40″ OKoordinaten: 48° 15′ 53″ N, 14° 21′ 40″ O
Kleiner Weikerlsee (Oberösterreich)
Kleiner Weikerlsee
Höhe über Meeresspiegel 245 m ü. A.
Fläche ca. 6 hadep1f5
Maximale Tiefe ca. 3f10

Besonderheiten

Naherholungsgebiet mit Badesee, FKK-Bereich

Der Kleine Weikerlsee und der Große Weikerlsee (auch nur: Weikerlsee) sind ein im Südosten von Linz im städtischen Bezirk Ebelsberg künstlich angelegtes Naherholungsgebiet.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

w1
[Großer] Weikerlsee
Großer Weikerlsee im Jänner 2012
Großer Weikerlsee im Jänner 2012
Geographische Lage Linz-Ebelsberg, Oberösterreich
Zuflüsse Grundwasser, Gerinne vom Kleinen Weikerlsee[1]
Abfluss Mitterwasser
Daten
Koordinaten 48° 15′ 55″ N, 14° 22′ 14″ O
Höhe über Meeresspiegel 245 m ü. A.
Fläche 23,5 ha[2]dep1f5
Maximale Tiefe 6,0 m[2]f10
Mittlere Tiefe 3,9 m[2]f11

Besonderheiten

Natur- und Europaschutzgebiet

Die Weikerlseen liegen direkt südwestlich der Traunmündung und nördlich der solarCity.

Das Erholungsgebiet umfasst den Badesee Kleiner Weikerlsee, den Grüngürtel, einige Parkplätze, Toilettenanlagen, eine Imbissstube und einem FKK-Bereich am Nordufer des Kleinen Weikerlsees.

Zwischen den beiden Weikerlseen befindet sich ein Verbindungsgerinne. Der Große Weikerlsee entwässert zum Mitterwasser.[1] Südlich des Großen Weikerlsees befinden sich Regenretentionsbecken für das Linzer Abwassernetz.

Das Erholungsgebiet liegt in einem Naturschutzgebiet (Natur- und Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen), wobei die neueren Teile des Kleinen Weikerlsees und das Rückhaltebecken außerhalb liegen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Bauarbeiten der Hermann-Göring-Werke 1938 und später zum Autobahnbau der A1 Westautobahn wurde nicht nur im Gebiet von Pichling Schotterabbau betrieben - was im Pichlinger See resultierte. Auch in den Traunauen wurde Schotter abgebaut, um das Werksgelände der Hermann-Göring-Werke vor Hochwasser zu schützen. Seit den 1950er Jahren dienen die so entstandenen Schottergruben als Badeseen.

Schon zu dieser Zeit errichtete die VOEST ein Erholungszentrum mit Kantine, Strandbad und Umkleideräumen; die Badefreuden fanden jedoch mit dem Hochwasser von 1954 ein jähes Ende. In den 1960er und 1970er Jahren war es ruhig geworden um die Weikerlseen, der Pichlinger See wurde ob der besseren Wasserqualität als Badeparadies auserkoren. 1994 kaufte die Stadt Linz die Seen, um sie später als Naherholungsgebiet für die Bewohner der solarCity Linz nutzen zu können.

Im Jahre 1982 wollte man den großen Weikerlsee mit der in der VOEST anfallenden Schlacke zuschütten. Dieser Plan wurde nach Intervention des Naturschutzbundes fallengelassen. Von diesem Vorhaben zeugen heute noch die massiven Pfeiler einer nie vollendeten Brücke über die Traun. [3]

Naherholungsgebiet Weikerlsee heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Weikerlseen besitzen gemeinsam eine Wasserfläche von etwa 30 Hektar, davon hat der Große 23,5 ha.[2] Der Große Weikerlsee ist mit 6 Metern um 3 Meter tiefer als der Kleine Weikerlsee. Beide Seen weisen aufgrund der Grundwasserquellen nur eine geringe Wassertemperatur auf, der Boden ist schlammbedeckt.

Der Kleine Weikerlsee wurde Anfang des 21. Jahrhunderts vergrößert. Über ihn führt eine Brücke mit Aussichtsplattform, die den nördlichen FKK-Bereich vom südlichen Textilstrand trennt. Am Südufer befindet sich eine Imbissstube mit Toilettenanlagen.

Im Großen Weikerlsee ist aufgrund des Naturschutzgebietes das Baden ausnahmslos verboten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Hydrographisch wegen der Traun–Donau-Uferverbauung Teil des Einzugsgebietes Mitterwasser nach HZB respektive Ipfbach nach Wasserbuch (Angabe nach DORIS: Layer Gewässer und Detaileinzugsgebiete, Stand 2018).
  2. a b c d G. Müller, Amt d. oö. LReg. (Hrsg.): Amtl. oö. Wassergüteatlas, Bd. 12 Die Baggerseen Oberösterreichs. 1984, o,n.A.;
    Angabe nach Erich Kainz, Reinold Janisch; Bundesanstalt für Fischereiwirtschaft in Scharfling/Mondsee (Hrsg.): Zum Fischbestand Der Gewässer im Süden und Südosten von Linz. In: Naturk. Jb. d. Stadt Linz 33, 1987, 2.3. Weikerlseen, S. 243 f (ganzer Artikel S. 233–270; pdf, auf zobodat.at; dort S. 12 f).
  3. Informativ Nr.50/2008 – Publikation des Naturschutzbundes Oberösterreich, o.n.A. (ganzes Heft pdf, zobodat.at).