Weinberg (Perleberg)

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Weinberg
Landschaft in den Weinbergen

Landschaft in den Weinbergen

Höhe 83 m
Lage Perleberg, Prignitz
Koordinaten 53° 6′ 17″ N, 11° 52′ 3″ OKoordinaten: 53° 6′ 17″ N, 11° 52′ 3″ O
Weinberg (Perleberg) (Brandenburg)
Weinberg (Perleberg)
Typ eiszeitliche Moräne

Der Weinberg (auch: die Weinberge) ist mit 83 m die höchste Erhebung der Stadt Perleberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinberg ist eine längliche Erhebung im Norden der Stadt Perleberg. Er erstreckt sich in nordnordöstlicher Richtung zwischen dem Wohnplatz Perlhof und dem Ortsteil Groß Buchholz.

Im Osten verläuft die Reetzer Straße, die den Weinberg vom nordöstlich gelegenen Golmer Berg abgrenzt. Südöstlich fließt die Stepenitz. Im Süden trennt die Perle den Weinberg vom Galgenberg. An der Westseite des Weinbergs führte die Westprignitzer Kreisringbahn entlang. Heute zeichnet sich der Streckenverlauf noch durch einen Waldweg ab, welcher den Weinberg von den Klüssenbergen separiert.

Höhe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinberg besitzt mehrere Kuppen, daher auch die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung Weinberge. Der höchste Punkt liegt 83 Meter über dem Meeresspiegel und erhebt sich damit etwa 50 Meter über die Niederung der Stepenitz.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinberg ist heute überwiegend bewaldet.

Ein kleiner Teil des Weinbergs ist als Naturschutzgebiet Der Weinberg bei Perleberg ausgewiesen. Der Beschluss dazu wurde am 11. März 1971 vom Bezirkstag Schwerin gefasst.[1] Das Naturschutzgebiet umfasst etwa 7 Hektar.[2]

Kuhschelle auf dem Weinberg

Im Naturschutzgebiet kommen zahlreiche seltene und geschützte Pflanzen vor, darunter die Gewöhnliche Kuhschelle und die Wiesen-Kuhschelle.[3]

Der Weinberg ist in das 125,7 Hektar umfassende Fauna-Flora-Habitat Weinberge–Klüssenberge bei Perleberg und in das Landschaftsschutzgebiet Osergebiet bei Perleberg eingebunden.[4][5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Gruben verschiedener Größe erinnern daran, dass der Weinberg historisch als Quelle von Baumaterial (Kies) genutzt wurde.[3] Der Kiesabbau erklärt auch, wieso der Weinberg eine für das Altmoränenland der Prignitz atypisch hohe Reliefenergie aufweist.

Bis ins 19. Jahrhundert weideten Schafe am Weinberg.[3]

Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde der Weinberg als Segelfluggelände genutzt.[3]

Entstehung des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Berges kommt daher, dass ab Mitte des 16. Jahrhunderts an seinem Südhang Weinanbau betrieben wurde.[6] Heute wird der Berg nicht mehr zu diesem Zweck genutzt. Da der Weinberg mehrere Kuppen aufweist, ist auch die Bezeichnung die Weinberge gebräuchlich.

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkschild für Peter Braun

Im nördlichen Teil des Weinbergs liegt das Grab des am 12. Oktober 1850 auf dem nahen Galgenberg unschuldig hingerichteten Peter Braun.[7]

Im südlichen Teil des Weinberges findet sich ein schlecht erhaltenes Schlageter-Denkmal.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weinberg (Perleberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Naturschutzgebiete in Brandenburg. (PDF; 166 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, Dezember 2011, S. 4, ehemals im Original; abgerufen am 5. September 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.mugv.brandenburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. 3. Änderung des Flächennutzungsplanes. (PDF; 627 kB) Begründung mit Umweltbericht. Stadt Perleberg, S. 32, abgerufen am 5. September 2012 (Fassung gemäß dem Feststellungsbeschluss der SVV am 22. September 2011).
  3. a b c d Kuhschelle in der Prignitz. Landkreis Prignitz, abgerufen am 5. September 2012.
  4. Vom Land Brandenburg vorgeschlagene Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung gemäß Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Gebiete). (PDF; 407 kB) Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, S. 20, abgerufen am 5. September 2012.
  5. Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Osergebiet bei Perleberg“. (PDF; 1,8 MB) Landkreis Prignitz, 7. Dezember 2012, abgerufen am 5. Januar 2013.
  6. Lieselott Enders: Die Prignitz – Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis 18. Jahrhundert. 1. Auflage. Verlag für Berlin-Brandenburg GmbH, Potsdam 2000, ISBN 3-935035-00-4, S. 503.
  7. Neue Tafel am Ehrengrab von Peter Braun. Perleberger Bürgerverein möchte auch Wanderweg am Weinberg wieder herrichten. (Nicht mehr online verfügbar.) Perleberger Bürgerverein e.V., 2. März 2012, archiviert vom Original am 29. Juni 2013; abgerufen am 5. September 2012 (Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 2. März 2012). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.buergerverein-perleberg.de