Wenecja (Żnin)

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Wenecja
Wenecja führt kein Wappen
Wenecja (Polen)
Wenecja
Wenecja
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Żnin
Gmina: Żnin
Geographische Lage: 52° 49′ N, 17° 46′ OKoordinaten: 52° 48′ 45″ N, 17° 45′ 51″ O
Einwohner: 300



Neugotische Kirche von Wenecja

Wenecja (deutsch Venetia) ist ein Dorf in der Stadt- und Landgemeinde Żnin (Znin) im Powiat Żniński der Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen. Es hat etwa 300 Einwohner. Bekannt ist es durch sein Schmalspurbahnmuseum und die Burgruine.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenecja liegt etwa fünf Kilometer südlich von Żnin an der Gąsawka (Gonsawka). Im Süden des Dorfs liegen die drei Seen Seen Biskupińskie, Weneckie und Skrzynka.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Wenecja wurde im Zuge der Grenzsicherung des Reiches des letzten polnischen Piastenkönigs Kasimirs des Großen in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Mikołaj Nałęcz (um 1330–1400) errichtet. In Auseinandersetzungen wurde sie beschädigt und bis zum 16. Jahrhundert teilweise abgetragen. In den folgenden Jahrhunderten verfiel die Burg weiter, bis weitere Teile im 19. Jahrhundert gesprengt und als Baumaterial für die Anlage der Straße nach Żnin genutzt wurden.[1] Seitdem ist die Burg eine Ruine. Mikołaj Nałęcz war es auch der dem Ort Mościska den Namen Wenecja gab, da er Venedig bei seinem Studium kennengelernt hatte.

Durch die erste Teilung Polens kamen Żnin und Wenecja von 1772 bis 1919 an Preußen, nur unterbrochen durch die Zeit des Herzogtums Warschau (1807–1815). Im preußischen Amt Znin galt Venetia zunächst als Vorwerk.

Von 1975 bis 1998 gehörte das Dorf zur Woiwodschaft Bydgoszcz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem 11,9 Kilometer langen Teilstück Żnin–Wenecja–BiskupinGąsawa der ehemaligen Zniner Kreisbahn wird in den Sommermonaten die Schmalspurbahn betrieben. Sie hat eine Spurweite von 600 mm. Der Ort liegt am Szlak Piastowski (Piasten-Wanderweg). In fünf Kilometer Entfernung befindet sich das rekonstruierte eisenzeitliche Freilichtmuseum Biskupin.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wenecja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. gem. Jerzy Sobczak: Pałuki. Krajowa Agencja Wydawnicza, Poznań 1987, ISBN 83-03-01818-3 (polnisch).