Wie vor Jahr und Tag

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Wie vor Jahr und Tag
Studioalbum von Reinhard Mey

Veröffent-
lichung(en)

1974

Label(s) Intercord

Format(e)

LP (1974), MC, CD (1987)

Genre(s)

Liedermacher

Titel (Anzahl)

12

Laufzeit

48:04

Besetzung
  • Gitarre und Gesang: Reinhard Mey
  • Gitarre: Wilfried Grünberg
  • Das Kaiser-Doppelquartett

Produktion

Walther Richter

Chronologie
Mein achtel Lorbeerblatt
(1972)
Wie vor Jahr und Tag Ikarus
(1975)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Wie vor Jahr und Tag
  DE 16 15.04.1974 (36 Wo.)
  AT 8 15.07.1974 (4 Wo.)

Wie vor Jahr und Tag ist das sechste Album des deutschen Liedermachers Reinhard Mey und erschien 1974.[2] Das Album enthält das wohl bekannteste Lied von Reinhard Mey, Über den Wolken. Im gleichen Jahr ging Mey auf Tournee. Eine Konzertaufnahme aus der Philharmonie Berlin erschien im gleichen Jahr als Live-Album 20:00 Uhr. Es enthält die Lieder des Albums Wie vor Jahr und Tag in einer Live-Fassung (bis auf Aber deine Ruhe findest du trotz alledem nicht mehr).

Im Folgejahr 1975 veröffentlichte Intercord Lieder dieses Albums auf niederländisch für den niederländischen Markt auf dem Album Als de dag van toen.

Mey schrieb alle Lieder selbst, mit Ausnahme von Susann. Dieses Lied stammte ursprünglich von dem schweizerischen Liedermacher Toni Vescoli, mit dem Mey auch TV-Sendungen produzierte.[3] Für das Album Wie vor Jahr und Tag übertrug Mey den im Original schweizerdeutschen Text ins Hochdeutsche.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Was kann schöner sein auf Erden, als Politiker zu werden 3:05
  2. Susann 3:00
  3. Ich bin Klempner von Beruf 3:25
  4. Zwei Hühner auf dem Weg nach vorgestern 3:25
  5. Der alte Bär ist tot und sein Käfig leer 5:30
  6. Mein Testament 4:37
  7. Wie vor Jahr und Tag 4:36
  8. Über den Wolken 3:45
  9. Es gibt keine Maikäfer mehr 4:12
  10. Wie ein Baum, den man fällt 3:43
  11. Aber deine Ruhe findest du trotz alledem nicht mehr 3:47
  12. Die Zeit des Gauklers ist vorbei 4:15

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album erhielt 1975 Gold.[4]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lied Aber deine Ruhe findest du trotz alledem nicht mehr sang Mey 1973 für die ARD-Fernsehlotterie.

Aufgrund des landwirtschaftlichen Pestizideinsatzes von DDT in den 1950er und 1960er Jahren waren Maikäfer in der ersten Hälfte der 1970er Jahre nur noch sehr selten anzutreffen.[5] Dies verarbeitete Mey in seinem Lied Es gibt keine Maikäfer mehr, mit dem er quasi ein Requiem auf diese Käferart sang (mit Der alte Bär ist tot und sein Käfig leer das zweite Lied dieser Art auf dem Album). Der Liedtitel ging in die Umgangssprache ein.[6] Der Spiegel berichtete mehrfach, dabei bezugnehmend auf dieses Lied, dass es inzwischen giftresistente Maikäferstämme gebe.[7][8] Reinhard Meys Musikverlag heißt in Anlehnung Maikäfer Musik Verlagsgesellschaft. 1994 nahm Mey das Thema noch einmal auf mit dem Lied Maikäfer fliege.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charts DE Charts AT
  2. Disco- und Bibliografie von Reinhard Mey (Memento des Originals vom 11. Juni 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.reinhard-mey.de
  3. Toni Vescoli singt „Susann“ im Rahmen der von Reinhard Mey moderierten 2. Chansonnade von 1973
  4. Reinhard Mey – Biographie. EMI, 23. Dezember 2013, abgerufen am 27. April 2014. auf reinhard-mey.de
  5. Maikäfer flieg - oder stirb? (Nicht mehr online verfügbar.) mdr.de, 19. April 2012, archiviert vom Original am 24. April 2014; abgerufen am 24. April 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mdr.de
  6. laut.de-Biographie – Reinhard Mey. laut.de, abgerufen am 24. April 2014.
  7. Maikäfer – Neuer Stamm, in Der Spiegel 21/1975 vom 19. Mai 1975
  8. Maikäfer – Unglaublicher Zuwachs, in Der Spiegel 8/1987 vom 16. Februar 1987

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]