Wikipedia:Hinweise zum Pilzesammeln

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Hinweis zu Speisepilzen

Wichtige Hinweise zum Pilzesammeln


Ziehen Sie niemals Informationen aus Wikipedia als alleiniges Kriterium zum Sammeln und zur Auswahl von Speisepilzen heran. Es gibt kein allgemeingültiges Merkmal zur Unterscheidung von Gift- und Speisepilzen, und Wikipedia-Artikel sind immer der Gefahr von Fehlern, Lücken oder Ungenauigkeiten unterworfen.

Die Artikel der Wikipedia werden offen und ohne direkte redaktionelle Begleitung und Kontrolle bereitgestellt. Auch wenn zahlreiche Teilnehmer ständig an ihrer Verbesserung arbeiten, können Informationen falsch sein.

Gesundheitshinweise zu Pilzen[Quelltext bearbeiten]

  • Giftige Doppelgänger: In verschiedenen Gegenden können unterschiedliche Pilzarten vorkommen, die einander sehr ähneln. Speisepilze, die Sie aus Ihrer Heimat gut kennen, können in anderen Gegenden giftige Doppelgänger besitzen.
  • Spezielle Zubereitung: Bitte beachten Sie auch, dass viele Pilze roh giftig sind und manche Arten nur nach spezieller Zubereitung ohne Gefahr verzehrt werden können. Individuelle Unverträglichkeiten können auch bei Pilzarten vorkommen, die als essbar gelten. Die mitunter tödlichen Gifte mancher Pilze werden durch Erhitzen nicht unschädlich gemacht. Beispielsweise bleibt das extrem toxische Amanitin im Grünen Knollenblätterpilz auch nach dem Kochvorgang voll erhalten.
  • Veraltete Informationen: In vielen Pilzen, die bis vor kurzer Zeit als hervorragende Speisepilze galten, sind in letzter Zeit giftige Inhaltsstoffe gefunden worden. Wenn Artikel mithilfe älterer Werke geschrieben wurden, fehlt diese Information häufig.
  • Verderblichkeit: Pilze sind leicht verderbliche Lebensmittel. Alte oder von Schimmel befallene Pilze können gesundheitsschädlich sein.
  • Alkohol: Manche Pilze können – zusammen mit Alkohol genossen – zu erheblichen Gesundheitsproblemen führen. Bei Federweißem können zusätzlich unvorhersehbare Gärprozesse hinzukommen.
  • Radioaktive Belastung: Durch den Reaktorunfall von Tschernobyl sind insbesondere in Süddeutschland und Österreich auch heute noch viele Pilze radioaktiv belastet. Auch der Verzehr von ungiftigen Pilzen kann deshalb Risiken für die Gesundheit bergen.[1]

Nicht allen Autoren sind diese Umstände bekannt. Informationen aus der Wikipedia können daher unter einem einseitigen regionalen oder veralteten Blickwinkel entstanden sein und sollten niemals als alleinige Quelle zur Bestimmung von Pilzen für Speisezwecke genutzt werden.

Wichtige Telefonnummern und Kontaktadressen[Quelltext bearbeiten]

Wer sich nicht sicher ist, ob die gefundenen Pilze essbar sind oder eine akute Vergiftung melden will, kann sich an die folgenden Nummern und Adressen wenden:

  • Notrufnummern (s. auch Giftnotruf):
    • Deutschland: Übersicht der regionalen Giftnotrufnummern, z. B. Landesberatungsstelle Berlin für Vergiftungserscheinungen, Tel. +49(0)30-19 240
    • Österreich: Vergiftungsinformationszentrale, Tel. +43(0)1-406 43 43
    • Schweiz: Tox-Zentrum, Tel. +41(0)44-251 51 51; Vergiftungs-Notruf: 145

Naturschutz und rechtliche Bestimmungen[Quelltext bearbeiten]

Beachten Sie bitte beim Pilzesammeln die Grundsätze des Naturschutzes und die rechtlichen Rahmenbedingungen Ihres Sammelgebietes. In vielen Regionen existieren Mengenbeschränkungen beim Pilzesammeln. Viele Arten und Gebiete stehen darüber hinaus unter Naturschutz. Es ist immer darauf zu achten, dass das Myzel, der eigentliche Pilz, nicht verletzt wird.

Fußnoten[Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Überwachung der allgemeinen Umweltradioaktivität in Bayern (StrVG)