Willy Grothe

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Willy Grothe (* 30. Januar 1886 in Hamburg; † 27. März 1959 in Ratzeburg) war ein deutscher Politiker (NSDAP) und SA-Führer.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Oberrealschule in Hamburg-Uhlenhorst absolvierte Grothe von 1901 bis 1904 eine dreijährige kaufmännische Lehre im Hamburger Im- und Exporthaus. Anschließend arbeitete er als kaufmännischer Angestellter in Hamburger Exporthäusern. In den Jahren 1906 bis 1927 war Grothe in seinem Beruf in Westafrika, z. B. Nigeria und an der Goldküste tätig, zunächst als Angestellter, dann als Leiter der Niederlassungen der Hamburger Exporthäuser Deutsche Kamerun-Gesellschaft und Findlay & Co. Unterbrochen wurde diese Tätigkeit durch eine vierjährige Internierung seitens der Briten, in deren Herrschaftsbereich Grothe sich zu Beginn des Ersten Weltkrieges befand, in den Jahren 1914 bis 1918. Nach Kriegsende war Grothe außerdem vorübergehend bei der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge in Hamburg.

1927 kehrte Grothe nach Deutschland zurück, wo er als Prokurist und Einkäufer bei der Hamburger Firma Findlay & Co. tätig war.

Am 1. August 1930 trat Grothe in die NSDAP ein. Er beteiligte sich an der Gründung der Auslandsorganisation der NSDAP, in der er sich seit 1931 engagierte. Aufgrund seiner Tätigkeit in dieser Organisation wurde er zum Gauamtsleiter ernannt, während er in der SA den Rang eines Standartenführers erreichte. Am 10. Mai 1941 wurde er SA-Oberführer.

Von März 1936 bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 saß Grothe außerdem als Abgeordneter für den Wahlkreis 30 (Chemnitz-Zwickau) im nationalsozialistischen Reichstag.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich. Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1 (Unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1967).
  • Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform: Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]