Wirtschaftsmathematik

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Wirtschaftsmathematik ist ein Teilgebiet der Mathematik, das mathematische, insbesondere stochastische Methoden auf wirtschaftliche Fragestellungen anwendet.

In der Mikroökonomie, Makroökonomie und besonders in der Ökonometrie sowie im Operations Research werden mathematische Modelle und Verfahren benutzt, um ökonomische Prozesse zu beschreiben und quantitativ formulierte Probleme zu lösen.

Zum Beispiel werden folgende Aspekte mit Modellen beschrieben:

  1. quantitative Untersuchung eines genau definierten ökonomischen Sachverhaltes (Ermittlung einer Konsumfunktion)
  2. qualitative Untersuchung eines allgemeinen ökonomischen Prozesses (tendenzieller Verlauf einer Preis-Absatz-Funktion).

Seit 1977 wird Wirtschaftsmathematik von einer Reihe deutscher Universitäten als eigenständiger Studiengang angeboten. Ein Wirtschaftsmathematikstudium ist an Universitäten auch im Studiengang Mathematik mit Nebenfach BWL oder VWL möglich.

Außerdem wird die Lehre der Wirtschaftsmathematik auch in Wirtschaftsschulen (Bayern) in Vorbereitung auf die anderen Wirtschaftsschulfächer, wie beispielsweise BWL, Rechnungswesen etc. angewandt. Als Ausgleich dazu wird das Fach Mathematik in einigen bayerischen Wirtschaftsschulen nur als Wahlfach (in der 9. Jahrgangsstufe 4 Stunden und in der 10. Jahrgangsstufe 3 Stunden a Woche) angeboten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jutta Arrenberg: Wirtschaftsmathematik für Bachelor, 1. Auflage, UTB Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8252-3674-8
  • Holland, Heinrich, Holland, Doris: Mathematik im Betrieb, 8. Aufl., Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-8349-0318-1
  • Benker, H.: Wirtschaftsmathematik mit dem Computer, Vieweg Verlag Wiesbaden 1997,
  • Benker, H.: Wirtschaftsmathematik - Problemlösungen mit EXCEL, Vieweg Verlag Wiesbaden 2007,