Wissenschafts-Pressekonferenz

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Die Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) ist ein deutscher Berufsverband von Wissenschaftsjournalisten. Sie hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Die WPK wurde 1986 in Bonn gegründet, in Name, Arbeitsformen und Struktur wurde bewusst die Bundespressekonferenz zum Vorbild genommen[1][2] und hat dort heute noch ihren Sitz. Die Mitglieder der WPK sind hauptberufliche Wissenschaftsjournalisten aus allen Mediensparten, ausgenommen hauptamtliche Pressereferenten. Vorstandsvorsitzender der WPK ist der Fernsehjournalist Martin Schneider (Stand Dezember 2013).[3]

Die WPK gilt als Ausdruck der insbesondere nach Nuklearkatastrophe von Tschernobyl zunehmenden Professionalisierung des deutschen Wissenschaftsjournalismus [4]. Ziel des Vereines ist eine journalistisch eigenständige und von Interessen auch des Wissenschaftsbetriebs unabhängige Berichterstattung.[5][2] Die WPK finanziert sich durch einen vergleichsweise hohen Mitgliederbeitrag und die Unterstützung eines (bei der WPK selbst nicht stimmberechtigten) Kuratoriums, das selbst als Verein organisiert ist.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Seminare, Hintergrundgespräche und die Förderung von Recherchereisen für ihre Mitglieder will die WPK die Qualität des Wissenschaftsjournalismus fördern. Für die Öffentlichkeit organisiert sie Diskussionsrunden, die den Dialog zwischen „Wissenschaft, Politik und Gesellschaft“ verbessern sollen.

Beziehungen zu internationalen Verbänden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein ist Mitglied der European Union of Science Journalist's Associations (EUSJA). Die EUSJA „vereint die maßgeblichen Wissenschaftsjournalisten-Organisationen aus über 20 europäischen Staaten“. Zudem ist die WPK aktives Mitglied der World Federation of Science Journalists (WFSJ), dem weltweiten Dachverband internationaler Vereinigungen von Wissenschaftsjournalisten.

Publikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein veröffentlicht auf dem online-Magazin meta Artikel zu aktuellen Entwicklungen im Wissenschaftsjournalismus sowie zu theoretischen Grundlagen und praktischen Aspekten. Die Beiträge stammen überwiegend von Mitgliedern der WPK; die Autoren des WPK Quarterly arbeiten ehrenamtlich. Die Redaktionsleitung hat Markus Lehmkuhl inne, der auch verantwortlich im Sinne des Presserechts ist.

Organisation und Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorstand besteht aus fünf Personen. Der WPK ist ein Freundeskreis angegliedert, worin jeder Mitglied werden kann, der die Ziele der WPK unterstützt. Die WPK finanziert sich einerseits durch Mitgliedsbeiträge und Beiträge aus dem Freundeskreis. Weiterhin verfügt die WPK über ein Kuratorium, das einen eigenständigen Verein darstellt. Im Kuratorium sind zahlreiche große Wissenschaftsorganisationen, Unternehmen und auch Ministerien vertreten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jean Pütz über die Geschichte der WPK
  2. a b Alexander Mäder in Handbuch WissenschaftskommunikationDernbach, Beatrice, Kleinert, Christian, Münder, Herbert (Hrsg.), Springer 2012
  3. siehe Seite der WPK unter http://www.wpk.org/wpk/organisation/der-vorstand.html
  4. Fakt, Fiktion, Fälschung: Trends im Wissenschaftsjournalismus, Grit Kienzlen, Jan Lublinski, Volker Stollorz, UVK Verlagsgesellschaft, 2007, S. 19.
  5. Science Communication in the World: Practices, Theories and Trends, Bernard Schiele, Michel Claessens, Shunke Shi, Springer, 2. April 2012