Wolfgang Heiniger

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Wolfgang Heiniger (* 1964 in Basel) ist ein Schweizer Komponist und Hochschullehrer.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Heiniger studierte Schlagzeug, elektroakustische Musik und Komposition in Basel und Stanford, zu seinen Lehrern zählte unter anderem Thomas Kessler. Zwischen 1995 und 2003 war er Studiengangsleiter im Fach Audiodesign an der Hochschule für Musik Basel, seit 2003 hat er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin eine Professur für intermediale Komposition inne.

Er ist Mitbegründer verschiedener Ensembles für elektronische Musik (Basel Electric Art Messengers, European Powerbook Orchestra) sowie Kurator mehrerer Festivals (Echt!Zeit, Tage für Neue Musik Rümlingen). Seine Kompositionen, die häufig szenische und interaktive Elemente miteinbeziehen und hierzu u. a. Sensorsysteme sowie elektroakustische Instrumente verwenden, werden regelmässig von Ensembles wie der musikFabrik Nordrhein-Westfalen, dem ensemble mosaik Berlin und dem Ensemble Phoenix Basel aufgeführt.

Daneben wirkt Heiniger als Klangregisseur und Performer elektronischer Musik bei Produktionen in Europa, Asien und Amerika mit.

Werkverzeichnis (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musiktheater:

  • ADA, queen of engines, Digitales Monodram für Sopran, vier Instrumente, Elektronik und Video (2000)
  • Wanderland (mit Cathy van Eck, Genoel von Lilienstern, Beate Baron, 2008)
  • Tiere sitzen nicht, Bühnenmusik für 200 Instrumente und 15 Performer (zusammen mit Enno Poppe, 2009)

Ensemblemusik:

  • inFerno für Violine, Schlagzeug und Live-Elektronik (1993)
  • PastOrale für zwei Schlagzeuger und Live-Elektronik (1994)
  • Wassermusik für einen Spieler und Live-Elektronik (1995)
  • in Four (motion) für Saxophon, E-Piano, E-Gitarre und Schlagzeug (1995)
  • regress für Saxophon, E-Piano, E-Gitarre und Schlagzeug (1999)
  • OkT3T (alla marcia) für Bläseroktett (2000)
  • Scannings für drei Performer und Live-Elektronik (2001)
  • LAMENTO III für Kontrabasssaxophon, Schlagzeug, zwei selbstspielende kleine Trommeln und Elektromotor (2003)
  • LAMENTO V für Streichquartett und selbstspielende kleine Trommel (2003/04)
  • Engelszungen (LAMENTO IX) für Ensemble und zwei selbstspielende kleine Trommeln (2004)
  • Lapislazuli für Sopran und Sopransaxophon, mit Zuspieler (2006)
  • Kachelglast für sieben Musiker (2006)
  • 5 Türme in flacher Landschaft für sieben selbstspielende kleine Trommeln (2007)
  • Fallwinde V für Viola, Klavier und Zuspieler (2008)
  • Tonband für zwei Schlagzeuger und zwei Keyboarder (zusammen mit Enno Poppe, 2008)

Solowerke:

  • gestundet für Marimbaphon solo (1991)
  • Birth, revisited für Sopran und Live-Electronik (1991)
  • PatheTicks für Violine allein (1993)
  • VoiceOver für Sopran Solo (1997)
  • desafinado für Sopransaxophon, selbstspielende kleine Trommel und Lautsprecher (2005)
  • Sehnsucht für Keyboard und fünf elektromechanische Schlaginstrumente (2009)
  • SCHWINGKREIS für kleine Trommel und zwei selbstspielende kleine Trommeln (2010)

Tanztheater:

  • 123&2, Theater Basel (1989)
  • RESL, Theater Giessen (Th. Langkau, 1994)
  • Pampa Cows, Theater Giessen (Teresa Rotemberg, 1995)
  • Nordtangente, Compagnie „Eclat“ (1996)
  • Dos Quartos, Theater Weimar (Teresa Rotemberg, 1997)
  • Oh Johnny, Compagnie Teresa Rotemberg (1999)
  • une reine reste une reine, Compagnie Mafalda, Teresa Rotemberg (2001)
  • Im Gehege, Compagnie Mafalda, Teresa Rotemberg (2003)
  • Holiday-In, Compagnie Mafalda, Teresa Rotemberg (2001)

Filme:

  • Rosengewitter, Film von Sarah Maria Derendinger (1992)
  • Die Beule, Film von Sarah Maria Derendinger (2000)
  • BLUMENZIMMER, Film von Sarah Maria Derendinger (2009)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]