Wolski-Wald

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Wolski-Wald
Blick von der A4
Blick von der A4
Wolski-Wald (Polen)
(50° 3′ 21,73″ N, 19° 50′ 51,27″O)
Koordinaten: 50° 3′ 22″ N, 19° 50′ 51″ O
Lage: Kleinpolen, Polen
Besonderheit: Wald
Nächste Stadt: Krakau
Fläche: 419 ha
Wolski-Wald im Jahr 1860
Wolski-Wald im Jahr 1860
Blick von der Weichsel
Blick von der Weichsel
Piłsudski-Hügel
Piłsudski-Hügel
Blick vom Wald nach Süden
Blick vom Wald nach Süden
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Der Wolski-Wald (poln. Las Wolski) ist ein Waldgebiet auf dem Stadtgebiet von Krakau. Der Wolski-Wald befindet sich westlich der Innenstadt zwischen dem westlichen Autobahnring und Flughafen im Westen und der Innenstadt im Osten, nördlich der Weichsel in einem Dreieck der Stadtteile Chełm, Bielany und Przegorzały, auf dem Sowiniec-Kamm, dem südlichsten Ausläufer des Krakau-Tschenstochauer Jura.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wald verdankt seinen Namen Mikołaj Wolski, der den Wald Sebastian Lubomirski für die Stiftung des Kamaldulenserklosters um 1600 abkaufen wollte. Als dieser sich mehrmals weigerte, den Wald zu verkaufen, lud Wolski Lubomirski und zahlreiche andere Gäste vom Königshof zu einem Fest ein, bei dem er seine Pläne schilderte und am Ende Lubomirski um den Wald bat. Unter diesen Umständen konnte dieser nicht länger verweigern und schenkte Wolski den Wald zum Zweck der Stiftung. Als Gegenleistung schenkte Wolski ihm das Silbergeschirr, das zum Festmahl benutzt wurde. Nach diesem Ereignis ist der Klosterberg im Wolski-Wald als Silberberg benannt worden.

Im Jahr 1917 kaufte die Stadt Krakau den Wolski-Wald (340 ha).[1] Am 6. Juli 1929 wurde dort der Zoologischer Garten Krakau eröffnet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wald gibt es zahlreiche bewaldete Berge, von denen der Sowiniec mit 393,6 Metern über NN (mit Piłsudski-Hügel) der Höchste ist. Es treten zahlreiche Karsterscheinungen, wie Schluchten, Höhlen, Felsformationen – die für den Jura typisch sind – auf. An den Südhängen befinden sich Weinberge, von denen der Weinberg am Silberberg der größte und bekannteste ist.

Der Wald dient den Krakauern als Naherholungsgebiet. Er besitzt ca. 40 km markierte Wanderwege.

ChełmPiłsudski-HügelZoologischer Garten KrakauPolana pod DębinąBielany (Wasserwerke)
SalwatorKościuszko-HügelSikornikPanieńskie SkałyPiłsudski-HügelZakamyczeKryspinów
Wola Justowska (al. Kasztanowa) – Panieńskie Skały – Wolski Dół – Zoologischer Garten Krakau – Łupany Dół – Polana pod Dębiną
Przegorzały – Zoologischer Garten Krakau
Piłsudski-Hügel – Polana pod Dębiną – Kozie Nogi – Zoologischer Garten Krakau
Wola JustowskaSikornik – Kozie Nogi
Wola Justowska (al. Kasztanowa) – Zoologischer Garten Krakau – Zakamycze
Polana pod Dębiną – Bielańskie SkałkiBielany (Silberberg)

Durch den Wolski-Wald verläuft auch der Weg der Forts der Festung Krakau.

Ausflugsziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wolski-Wald liegen folgende Ausflugsziele:

sowie die Naturreservate:

Am Waldrand befinden sich

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wolski-Wald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Małgorzata Klimas, Bożena Lesiak-Przybył, Anna Sokół: Wielki Kraków. Rozszerzenie granic miasta w latach 1910–1915 [Greater Krakow. Expansion of the city borders in the years 1910–1915]. Archiwum Państwowe w Krakowie, Kraków 2010, ISBN 978-83-927658-2-0, S. 322 (polnisch, englisch, online).