Women’s Flat Track Derby Association

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Women’s Flat Track Derby Association
Gründungsdatum/-jahr 2004
Gründungsort Raleigh, North Carolina, USA
Präsidentin Alassin Sane (Detroit Derby Girls)[1]
Vereine (ca.) 369 Vollmitglieder[2]
Verbandssitz Raleigh, North Carolina, USA
Offizielle Sprache(n) Englisch
Homepage wftda.com

Die Women’s Flat Track Derby Association (kurz: WFTDA) ist ein internationaler Sportverband für weibliche Roller-Derby-Vereine bzw. -Ligen. Der Verband ist in Raleigh, North Carolina als gemeinnützige Organisation eingetragen. Laut ihrer Satzung fördert die WFTDA „den Sport des Frauen-Flat-Track-Roller-Derby durch Unterstützung der Entwicklung von Athletik, Sportsgeist und Wohlwollen seiner Mitgliedsvereine“[3] und ihr Leitsatz lautet „von den Skatern für die Skater“.[3] Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist, dass jede Mitgliedsorganisation, egal von welcher Rechtsform oder Struktur, mehrheitlich unter Leitung und im Besitz von Sportlerinnen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation wurde 2004 als United Leagues Council (ULC) gegründet. 2005 kamen zwanzig Flat-Track-Roller-Derby-Ligen zum ersten ULC-Treffen in Chicago zusammen, um die Prinzipien, Standards und Ziele des Sportverbandes auszuarbeiten. Durch einen ihrer Beschlüsse wurde die ULC im November 2005 in Women’s Flat Track Derby Association umbenannt.[4] Im September 2007 wurde die WFTDA als Mitglied in den Dachverband USA Roller Sports (USARS) aufgenommen und entsandte Delegierte in den Vorstand (USARS Board of Directors).[5] Seit 2008 ermöglicht die WFTDA ihren Mitgliedern Zugang zu Unfall- und Haftpflichtversicherungen.[4]

2009 wurde mit Montreal Roller Derby aus Kanada die erste außerhalb der USA angesiedelte Roller-Derby-Liga Vollmitglied der WFTDA[6], und 2012 wurde mit Bear City Roller Derby aus Berlin die erste kontinentaleuropäische Liga Vollmitglied.[7]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die derzeit 369 Vollmitglieder des Verbandes (Stand Mai 2016)[8] sind in Australien, Belgien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Japan, Kanada, Kolumbien, in den Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Spanien, Schweden, Südafrika und in den USA angesiedelt.

Regionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänglich hatte die WFTDA ausschließlich US-amerikanische Mitglieder, die in die zwei Regionen East und West (mit Trennlinie am Mississippi River) aufteilt wurden. 2009 stellte der stark gewachsene und nunmehr international agierende Verband den Betrieb auf vier Regionen um, die für Vereine bzw. Ligen aus aller Welt offen sind.[9] 2015 verteilten sie sich folgendermaßen:

Divisions[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WFTDA Mitglieder werden neunmal pro Jahr gerankt, um sie schließlich in Divisions (Spielklassen) einzuteilen. Sie müssen im Jahr mindestens drei offizielle Spiele gegen gleichwertige Gegner spielen, um am Ende einer Wettbewerbssaison im Jahresranking zu erscheinen.[15] Die 40 besten Vereine/Ligen spielen in der Division 1 (D1), die nächstbesten 60 in der Division 2 (D2) und alle übrigen in der Division 3 (D3).

In der D1 spielen 2015 neben fünfunddreißig US-amerikanischen Teams drei kanadische, ein englisches und ein australisches.

Play-Off Turniere und Championship[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst finden in den vier Regionen Playoff-Turniere statt. Die WFTDA-Mitglieder müssen in den vorangegangenen Monaten des Jahres mindestens drei offizielle Spiele gegen gleichwertige Gegner gespielt und ihre sonstigen Spielauflagen erfüllt haben, um auf die Turnierliste zu kommen.[15] Die Teams aus D1 und D2 treten in getrennten Ausscheiden an. Aus den zehn besten Teams jeder Region (und Division) werden die drei stärksten ermittelt. Diese treten im Anschluß beim WFTDA Championship Turnier gegen die Gewinner der jeweils anderen drei Regionen an, um das beste Team der Association (Weltmeister) zu ermitteln.

Gewinner der Championships (D1)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Liga Ort
2006 Texas Rollergirls Austin (Texas)
2007 Kansas City Roller Warriors Kansas City
2008 Gotham Girls Roller Derby New York City
2009 Oly Rollers Olympia (Washington)
2010 Rocky Mountain Rollergirls Denver (Colorado)
2011 Gotham Girls Roller Derby New York City
2012 Gotham Girls Roller Derby New York City
2013 Gotham Girls Roller Derby New York City
2014 Gotham Girls Roller Derby New York City
2015 Rose City Rollers Portland (Oregon)

Hydra Trophy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2008 erhält der Gewinner der Championships die Hydra Trophy. In fünf (von seither sieben) Championships holte Gotham Girls Roller Derby den stählernen Rollschuh nach New York City.[16] Der Pokal ist benannt nach der Skaterin Hydra (aka Jennifer Wilson), die eine Mitbegründerin des ULC und die erste Präsidentin der WFTDA (2005−2007) war.[17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Board of Directors auf wftda.com, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  2. All about WFTDA auf wftda.com, abgerufen am 24. Mai 2016 (englisch).
  3. a b WFTDA Mission Statement auf wftda.com, abgerufen am 11. August 2015 (englisch).
  4. a b WFTDA History auf wftda.com, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  5. WFTDA joins USA Rollersports as a Class V national organization, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  6. Historique de Montreal Roller Derby, abgerufen am 21. Juli 2015 (französisch, englisch).
  7. WFTDA Welcomes 14 New Member Leagues, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  8. WFTDA-Mitgliederliste auf wftda.com, abgerufen am 24. Mai 2016 (englisch).
  9. About WFTDA Playoffs and Championships auf wftda.com, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  10. Staatenliste der East Region auf wftda.com, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  11. Staatenliste der North Central Region auf wftda.com, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  12. Staatenliste der South Central Region auf wftda.com, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  13. Staatenliste der West Region auf wftda.com, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  14. Kokeshi Roller Dolls joins Women's Flat Track Derby Association , abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  15. a b WFTDA-Rankings auf wftda.com, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  16. WFTDA-Championships auf wftda.com, abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).
  17. Hydra Trophy auf wftda.com (mit Bild des Pokals), abgerufen am 21. Juli 2015 (englisch).