Wu Yi (Shang-Dynastie)

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Namen
Nachname (chinesisch )
Geburtsname (chinesisch )
Thronname aus Shiji Wǔ Yǐ (chinesisch 武乙)
Thronname aus Orakelknochen (Nicht bekannt)
Tempelname Wǔ Zǔ (chinesisch 武祖)
Postumname Liè König (chinesisch 烈王)
auf Deutsch Wu Yi

König Wǔ Yǐ (chinesisch 武乙) (* ? v. Chr.; † 1195 v. Chr.) herrschte als der 28. oder 29. König der Shang-Dynastie über China. Er war der Sohn des vorherigen Königs Kang Ding.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut den Bambus-Annalen war seine Hauptstadt Yin.

Im 21. Jahr seiner Herrschaft starb der Zhou-Führer Koufu (口父).

Laut den Bambus-Annalen griff Zhou im 24. Jahr der Herrschaft von Wu Yi Cheng (程) bei Bi (毕) an und besiegte Bi.

Laut den Bambus-Annalen griff Zhou im 30. Jahr Yiqu (义渠) an und nahm den König von Yiqu gefangen. Laut Sima Qian hatte der König von Yiqu zwei Söhne von verschiedenen Müttern; nachdem der König gestorben war, kämpften sie gegeneinander um den Thron, nur damit Zhou sie beide besiegen und das Gebiet von Yiqu absorbieren konnte.

Im 34. Jahr von Wǔ Yǐs Herrschaft kam König Ji von Zhou in die Hauptstadt, um zu huldigen und wurde mit 30 Jadestücken und 10 Pferden belohnt.

Laut dem Buch der Dokumente wurde dies Wu Yis schwerer Pietätlosigkeit angelastet. Der tyrannische Wu Yi wollte es der Überlieferung nach mit dem Himmelsgott aufnehmen. Er ließ eine Marionette herstellen und nannte sie den Himmelsgott. Dann spielte er mit ihm einige Partien chinesisches Schach und ließ einen Chronik-Beamten anstelle des Himmelsgotts als Gegenspieler aufstellen, mit der Absicht, mit ihm einen Entscheidungskampf auszutragen. Jedoch hat der „Himmelsgott“ nacheinander drei Partien verloren. Deswegen glaubte Wu Yi, dass der Himmelsgott unkompetent sei; damit beleidigte er ihn durch Strafe und Metzeleien. Ein anderes Mal ließ er einen mit Blut gefüllten Lederbeutel anfertigen, hängte diesen in die Luft und schoss himmel-aufschauend mit dem Bogen auf ihn. Er nannte dies das „Beschießen den Himmels (Himmelsgottes)“. Dann lästerte er, indem er sagte, der Gott des Donners und des Blitzes sei nichts.

Im 35. Jahr von Wǔ Yǐs Herrschaft griff Ji die Guirong (鬼戎) bei Xiluo (西落) an. Nach Angaben von Sima Qian nahm er 20 Könige dieses Stammes gefangen. Im selben Jahr jagte Wu Yi zwischen dem Gelben Fluss und dem Fluss Wei Shui (chinesisch 渭水). Plötzlich zogen schwarze Wolken den Himmel zu, und ein Gewitter mit Blitzen und rollenden Donnern ging hernieder und Wu Yi wurde vom Blitz erschlagen und starb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VorgängerAmtNachfolger
Kang DingKönig von China
1199–1195 v. Chr.
Wen Ding