Wygosero

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Wygosero
Выгозеро, Wygoserskoje-Stausee, Выгозерское водохранилище, Bobrowoje, Бобровое, Uikujärvi
Lage: Republik Karelien (Russland)
Zuflüsse: Oberer Wyg, Woschma, Segescha, Onda
Abfluss: Unterer Wyg (Weißmeer-Ostsee-Kanal), Onda
Größere Städte am Ufer: Segescha, Nadwoizy
Wygosero (Republik Karelien)
Wygosero
Koordinaten 63° 31′ 56″ N, 34° 44′ 35″ OKoordinaten: 63° 31′ 56″ N, 34° 44′ 35″ O
Daten zum Bauwerk
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 1 250 km²
Einzugsgebiet 18 000 km²
Lake Vygozero NASA.jpg
Der Wygosero aus dem Weltraum

Der Wygosero (russisch Выгозеро, Выгозерское водохранилище ‚Wygoserskoje-Stausee‘, Бобровое Bobrowoje, finnisch Uikujärvi) ist ein Süßwassersee in der russischen Teilrepublik Karelien nördlich vom Onegasee. Mit einer Fläche von etwa 1250 km² gehört er zu den größten Seen Europas.[1] Das Einzugsgebiet umfasst etwa 18000 km².[2] Er beinhaltet 529 Inseln. In den See münden die Flüsse Oberer Wyg, Woschma, Segescha und Onda. Die mittlere Tiefe des Wygosero beträgt lediglich 6 m, die maximale Tiefe 18 m.[1] Die größte Stadt am See ist Segescha.

Seit 1933 ist der Wygosero Teil des Weißmeer-Ostsee-Kanals. Ab diesem Zeitpunkt wird er als Stausee benutzt. Der Wasserspiegel wurde um mehrere Meter künstlich angehoben, was die Überflutung großer Flächen zur Folge hatte und den See deutlich größer werden ließ (ursprüngliche Seefläche 560 km²).[1] Anfang der 1950er Jahre wurde am Unterlauf der Onda das Ondskoje-Wasserkraftwerk errichtet. Dieses wird vom Wasser des Wygosero gespeist, welches 7 km abstrom auf den Weißmeer-Ostsee-Kanal trifft.

Die Vielzahl des organischen Materials, das in den See gelangte, veränderte seine Ökologie erheblich. Zu den Fischarten, die heute im Wygosero leben, gehören atlantischer Lachs, Kleine Maräne, Hecht und andere.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. Gorkin u. a.: Geografija Rossii: Enziklopeditscheski slowar. Bolschaja Rossijskaja enziklopedija, Moskau 1997, ISBN 5-85270-276-5, S. 134. (russisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Artikel Wygosero in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D007348~2a%3DWygosero~2b%3DWygosero
  2. Wygosero im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)