Xocavənd (Stadt)

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Martuni
Մարտունի
Xocavənd
Staat Aserbaidschan / Republik Bergkarabach (de facto)
Provinz in Arzach Martuni
Rayon in Aserbaidschan Xocavənd
Koordinaten 39° 48′ N, 47° 7′ OKoordinaten: 39° 48′ N, 47° 7′ O
Einwohner 5.800 (2011)
Zeitzone UTC+4
Martuni (Aserbaidschan/Republik Bergkarabach)
Martuni
Martuni

Xocavənd (aserbaidschanisch) bzw. Martuni (armenisch Մարտունի), 1993 zeitweise offiziell verwendeter Name Monteapert (Monteaberd, Մոնթեաբերդ),[1][2][3] ist eine Stadt in der Republik Arzach beziehungsweise Aserbaidschan in der ehemaligen Autonomen Oblast Bergkarabach.

Sie ist Hauptstadt des Bezirks Xocavənd. Die Stadt hatte 2011 über 5800 Einwohner.[4] 1993 wurde Xocavənd während des Bergkarabach-Konflikts von der armenischen Armee erobert und seitdem von der Republik Arzach (Bergkarabach) verwaltet und beansprucht. Sie ist als Martuni Hauptort der gleichnamigen Provinz.

Der Ort war seit der Jungsteinzeit besiedelt, so wurden bei Ausgrabungen Gräber aus dieser Zeit und aus der Bronzezeit gefunden. Im Mittelalter entstanden mehrere Kirchen, von denen nur noch Ruinen erhalten sind. Aus der gleichen Zeit sind auch Siedlungsreste und Chatschkare erhalten. In sowjetischer Zeit wurde der Ort Verwaltungssitz eines gleichnamigen Bezirks im Autonomen Oblast Bergkarabach. Die vorherrschende Landwirtschaft wurde in Kolchosen organisiert und konzentrierte sich auf Viehwirtschaft, Getreide- und Weinanbau und Gartenbau.[5] Da die Kleinstadt am Rand der Region Bergkarabach liegt, wurde sie im 1992 zum Krieg eskalierten Konflikt zur Frontstadt. Monte Melkonian war Kommandant für die Verteidigung der Stadt und ihrer Umgebung.[6] Nach Monte Melkonians Tod in der Schlacht um Agdam 1993 wurde die Stadt nach ihm in Monteapert umbenannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Martuni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert Joseph Krikorian Masih: Armenia: At the Crossroads. Routledge, 1999. ISBN 978-9057023453, S. 44.
  2. Christoph Zürcher: The Post-Soviet Wars: Rebellion, Ethnic Conflict, and Nationhood in the Caucasus. 2007. NYU Press. ISBN 9780814797099, S. 177.
  3. Հերոսի հիշատակը հարգելով. ուխտագնացություն դեպի Եռաբլուր. Hetq, 13. Juni 2011, Մոնթեաբերդ-Մարտունու.
  4. Zensus der Republik Bergkarabach, 2011, S. 25. (PDF)
  5. Anon. «Մարտունի» (Martuni). Armenian Soviet Encyclopedia. vol. vii. Yerevan: Armenian Academy of Sciences, 1981, S. 352.
  6. Markar Melkonian: My Brother's Road: An American's Fateful Journey to Armenia. New York: I.B. Tauris, 2005. S. 207ff. ISBN 1-85043-635-5.