Yacher Zinken

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Yacher Zinken

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Siebenfelsen im NSG Yacher Zinken

Siebenfelsen im NSG Yacher Zinken

Lage Elzach im Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 8,73 km²
Kennung 3.274
WDPA-ID 378387
Geographische Lage 48° 8′ N, 8° 6′ OKoordinaten: 48° 8′ 6″ N, 8° 5′ 50″ O
Yacher Zinken (Baden-Württemberg)
Yacher Zinken
Meereshöhe von 450 m bis 1134 m
Einrichtungsdatum 2. Oktober 2006
Verwaltung Regierungspräsidium Freiburg

Yacher Zinken ist ein Naturschutzgebiet mit ergänzendem Landschaftsschutzgebiet im Naturraum Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet liegt auf dem Gebiet der Stadt Elzach im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg und südöstlich der Stadt Elzach.

Das Naturschutzgebiet umfasst hauptsächlich die beiden Seitentäler Vorderzinken und Hinterzinken mit den Zuflüssen des Yachbachs. Der südliche Abschluss grenzt unmittelbar an das Naturschutzgebiet Kostgefäll, in der Nähe des Wegverlaufs des Zweitälersteigs und dem Yacher Höhenweg, mit dem Brauhörnle (1134 m ü. NHN) als höchste Erhebung. Das Naturschutzgebiet Rohrhardsberg-Obere Elz folgt südöstlich im Bereich des Rohrhardsbergs (1152,1 m ü. NHN).

Das Landschaftsschutzgebiet umschließt das Naturschutzgebiet im Norden, Westen und Süden. Es dient zur Sicherung und Ergänzung des NSG. Im Osten grenzt das LSG Talschwarzwald-Obere Elz an.

Steckbrief[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Gebiete wurde durch Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg vom 2. Oktober 2006 ausgewiesen.[1]

Das NSG mit der Schutzgebietsnummer 3.274 hat eine Fläche von 873 Hektar und ist in die IUCN-Kategorie IV, ein Biotop- und Artenschutzgebiet, eingeordnet. Die WDPA-ID lautet 378387[2] und entspricht dem europäischen CDDA-Code und der EUNIS-Nummer.

Das LSG mit der Schutzgebietsnummer 3.16.019 ist 623 Hektar groß, Die WDPA-ID lautet 320409.

Der Schutzzweck[3] „ist die Erhaltung eines großflächigen überwiegend bewaldeten Gebietes

  1. mit einem arten- und strukturreichen Mosaik aus unterschiedlichen Lebensräumen wie Weiden, Mager- und Feuchtwiesen, Niedermoore, naturnahe Wälder, Felsen und Blockhalden;
    • als kulturhistorisches Dokument der Reutbergwirtschaft mit Besenginsterweiden und unterschiedlichen Stadien der Waldsukzession;
    • als Lebensraum einer Vielzahl gefährdeter, zum Teil vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten;
    • als verkehrs-, siedlungs- und störungsarmer Bereich.
  2. Schutzzweck des Naturschutzgebietes ist auch
    • die Erhaltung der Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie wie artenreiche Borstgrasrasen, Schlucht- und Hangmischwälder sowie Erlen- und Eschenwälder an Fließgewässern (prioritäre Lebensräume) sowie außerdem feuchte Hochstaudenfluren, magere Flachland- und Berg-Mähwiesen, Silikatschutthalden, Silikatfelsen und ihre Felsspaltenvegetation, Pionierrasen auf Silikatfelskuppen und Hainsimsen-Buchenwald;
    • die Erhaltung der Arten des Anhangs I der Vogelschutz-Richtlinie wie Raufußkauz, Sperlingskauz, Auerhuhn, Haselhuhn, Wanderfalke, Neuntöter, Mittelspecht, Schwarzspecht und Dreizehenspecht und ihrer Habitate.“

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gesteinsuntergrund besteht überwiegend aus Gneis, meist Paragneis. Orthogneis liegt im Bereich des Braunhörnles vor und im oberen Teil des Vorderzinken ist es Granit (Triberger Granit). In der nördlichen Hälfte sind öfters Porphyrgänge eingeschoben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steckbrief des Naturschutzgebietes im Schutzgebietsverzeichnis der LUBW
  2. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. § 3 Schutzzweck Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg vom 2. Oktober 2006, abgerufen am 5. April 2013.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Referat Naturschutz und Landschaftspflege: Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Freiburg. Hrsg.: Regierungspräsidium Freiburg. 3. Auflage. Thorbecke, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7995-5177-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]