Yeoman

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Yeoman ([ˈjoʊmən], Pl. yeomen) ist ein in verschiedenen Bedeutungen gebrauchter Begriff aus dem englischen Ständewesen des Mittelalters und der frühen Neuzeit.

Im Allgemeinen bezeichnet er die Freibauern (Freisassen) im mittelalterlichen England, später auch Pächter und kleine Grundbesitzer[1]. Davon abgeleitet ist das Kollektivum Yeomanry, „Freibauernschaft“. Ferner wurden als yeoman auch höher gestellte Diener im adligen Hofhalt betitelt; bis heute hat sich das Wort im Vereinigten Königreich in Amts- bzw. Rangbezeichnungen wie Yeoman Warder oder Yeoman of the Guard erhalten. Im Kontext der Geschichte der Vereinigten Staaten bezeichnet yeoman oder auch yeoman farmer hingegen einen Bauern, der - im Gegensatz zu den planters („Pflanzern“) - seine Felder ohne den Einsatz von Sklaven selbst bestellt.

Ein Yeoman hatte genügend Besitz, um seinen Kindern einen Hof mit ausreichend Land zur Verfügung zu stellen oder zu verpachten, ohne dass diese als Bauern einer weiteren Beschäftigung nachgehen mussten. Dabei handelte es sich in der Regel um nicht weniger als 40 Hektar Besitz. Der Yeoman war im Weiteren Waffenträger der Fernwaffen Bogen und Armbrust im Kriegsfall und meist beritten, zudem stellten sie die Wachen, die im Dorf oder der Stadt patrouillierten und weitgehende Rechte hatten.

Im Gegensatz zum Adel ist ein Yeoman nicht allein durch Landbesitz in der Lage seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und bewirtschaftet daher neben dem Verpachten auch einen Teil seines Landes in Eigenarbeit.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Almond und A. J. Pollard: The Yeomanry of Robin Hood and Social Terminology in Fifteenth-Century England. In: Past & Present 170, 2001, S. 52–77.
  • E. King: Yeoman. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 9, LexMA-Verlag, München 1998, ISBN 3-89659-909-7, Sp. 411 f.
  • Anatoly Liberman: The Origin of the Word ‚yeoman‘. In: Olga Timofeeva und Tanja Säily (Hrsg.): Words in Dictionaries and History: Essays in Honour of R.W. McConchie. John Benjamins Publishing, Amsterdam und Philadelphia 2011, S. 153–168, ISBN 9027223386.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Yeoman – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dtv-Lexikon. Bd. 20. (Walp - Zz), Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1971, ISBN 3-423-03070-4, S. 214. (Taschenbuchausgabe, dtv-Reihe Nr. 3070.)
  2. Wagner, Sir Anthony R., English Genealogy, Oxford University Press, 1960, pp. 125–130