Zentrale Anlaufstelle zur Sperrung elektronischer Berechtigungen

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Die Zentrale Anlaufstelle zur Sperrung elektronischer Berechtigungen ist eine für Deutschland von der Bundesnetzagentur eingerichtete Telefonnummer zur Sperrung elektronischer Medien wie Kredit- und EC-Karten, digitaler Signaturen, Krankenversicherungskarten, Mitarbeiter-Ausweisen, Kundenkarten oder sensibler Online-Berechtigungen. Voraussetzung ist, dass sich die Herausgeber der Medien dem Sperr-Notruf angeschlossen haben.

Inhaber der einheitlichen Notrufnummer 116 116 ist der Sperr e. V. – Verein zur Förderung der Sicherheit in der Informationsgesellschaft mit Sitz in Berlin. Deutschland ist das erste Land weltweit, in dem eine solche Nummer eingeführt wurde. Derzeitiger Betreiber der Notrufnummer ist die Servodata GmbH. Die Nummer ist seit dem 1. Juli 2005 erreichbar.

Der Sperr-Notruf ist täglich 24 Stunden erreichbar: in Deutschland gebührenfrei unter 116 116. Darüber hinaus kann die Rufnummer auch aus dem Ausland durch Wahl der „116 116“ direkt hinter der Landeskennzahl für Deutschland erreicht werden, in der Regel unter +49 116 116. Im Ausland fallen Verbindungsentgelte für ein Gespräch nach Deutschland an. Sofern in Einzelfällen die Rufnummer nicht erreichbar ist, kann auch eine Festnetznummer in Berlin gewählt werden: +49 30 40504050. Für sprach- und hörgeschädigte Menschen ist der Sperr-Notruf 116 116 auch über einen textbasierten Dialog per Fax erreichbar.

Neben der 116 116 sind auf europäischer Ebene über die Bundesnetzagentur Rufnummern für „Harmonisierte Dienste von sozialem Wert“ vergeben worden.

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