Kreszenzia Hölzl

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Kreszenzia Hölzl, auch Zenzi, Kreszentia oder Creszentia, (* 28. November 1893; † 25. August 1958) war eine österreichische Politikerin (SPÖ).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreszentia Hölzl arbeitete in der Tabaktrafik in Gloggnitz, die ihr Mann als Kriegsinvalide des Weltkrieges erhalten hatte. In der Zeit des Austrofaschismus war die Trafik ein Treffpunkt der Sozialisten.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturbad in Gloggnitz

Von 1945 bis 1949 war Hölzl Abgeordnete im Landtag von Niederösterreich. Im Jahr 1948 wurde sie Bürgermeisterin in Gloggnitz und war die erste Frau, die dieses Amt in einer österreichischen Stadtgemeinde innehatte.[2] Bereits im Juni 1946 hatte die kommunistische Zeitung Österreichische Volksstimme vermeldet, dass in der Gemeinde Oberhaag „die Bauerntochter Maria Rothschäd[e]l zur Bürgermeisterin gewählt“ wurde und die erste Bürgermeisterin Österreichs sei.[3] Ab 1947 war außerdem Ottilie Ninaus Bürgermeisterin der 1968 aufgelösten Gemeinde Sierling.[4] Hölzl übte dieses Amt 10 Jahre lang aus bis 1958 und setzte sich in ihrer Amtszeit für die Erbauung des Alpenbades Gloggnitz ein, errichtete eine Mutterberatungsstelle und forcierte die Erneuerung der Wasserversorgung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://oe1.orf.at/programm/435329 Ö1: Radiokolleg – Frauen in der Politik. Brigitte Voykowitsch: Pionierinnen (2), orf.at, 26. April 2016, gehört 26. April 2016. – 7 Tage nachhörbar. (http://oe1.orf.at/radiokolleg )
  2. Eine Frau – Bürgermeister von Gloggnitz. In: Neues Österreich. Nr. 1132, 9. Januar 1949, S. 5 (Scan auf onb.ac.at).
  3. Meldung: Die erste Bürgermeisterin. In: Österreichische Volksstimme. Nr. 30, 6. Juni 1946, S. 3: Chronik des Tages (Scan auf onb.ac.at, siehe Seitenmitte).
  4. In der Einschicht: "Bürgermeisterin". In: Neue Zeit. Nr. 152, 3. Juli 1949, S. 3 (Scan auf onb.ac.at).