Oberhaag

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Oberhaag
Wappen Österreichkarte
Wappen von Oberhaag
Oberhaag (Österreich)
Oberhaag
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 35,97 km²
Koordinaten: 46° 41′ N, 15° 20′ OKoordinaten: 46° 41′ 10″ N, 15° 19′ 52″ O
Höhe: 323 m ü. A.
Einwohner: 2.165 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 8455
Vorwahl: 03455
Gemeindekennziffer: 6 10 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberhaag 200
8455 Oberhaag
Website: www.oberhaag.at
Politik
Bürgermeister: Ernst Haring (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
10
3
2
10 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Oberhaag im Bezirk Leibnitz
Allerheiligen bei Wildon Arnfels Ehrenhausen an der Weinstraße Empersdorf Gabersdorf Gamlitz Gleinstätten Gralla Großklein Heiligenkreuz am Waasen Heimschuh Hengsberg Kitzeck im Sausal Lang Lebring-Sankt Margarethen Leibnitz Leutschach an der Weinstraße Oberhaag Ragnitz Sankt Andrä-Höch Sankt Georgen an der Stiefing Sankt Johann im Saggautal Sankt Nikolai im Sausal Sankt Veit in der Südsteiermark Schwarzautal Straß in Steiermark Tillmitsch Wagna Wildon SteiermarkLage der Gemeinde Oberhaag im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Pfarrkirche Oberhaag
Pfarrkirche Oberhaag
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Oberhaag ist eine Gemeinde mit 2165 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Leibnitz im österreichischen Bundesland Steiermark. Der Name leitet sich von Haag, einem umfriedeten Gebiet, ab.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberhaag liegt im Saggautal zwischen Eibiswald und Arnfels in der Steiermark. Fünf Kilometer der Gemeindegrenze sind zugleich Staatsgrenze zu Slowenien.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (Einwohner und Fläche Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Altenbach (216 Ew.; 694,73 ha)
  • Hardegg (170 Ew.; 590,24 ha)
  • Kitzelsdorf (225 Ew.; 284,31 ha)
  • Krast (202 Ew.; 215,73 ha)
  • Lieschen (Aussprache /ˈliːʃən/; 383 Ew.; 560,02 ha)
  • Obergreith (290 Ew.; 760,83 ha)
  • Oberhaag (722 Ew.; 489,39 ha)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde das Gebiet um Oberhaag in einer Urkunde erwähnt, in der der Hochfreie „Reinbertus von Muorekke“ (Mureck) Güter „in superiori hage“ (Oberhaag) dem Stift St. Paul im Lavanttal widmet. Die zahlreichen Burgställe „im haag“ waren zu Freihöfen und Ansitzen von sogenannten „Ein-Schild-Rittern“ geworden, die damals die politische Verwaltung des Landes darstellten.

Darunter werden 1170 auch die Brüder von Kohlberg (heute ein Ortsteil von Oberhaag) in einer Leibnitzer Pfarrurkunde erwähnt, in denen auch die Pfarren St. Johann im Saggautal und Eibiswald genannt werden, die damals zur Mutterpfarre Leibnitz gehörten. Nach der Errichtung der Pfarre 1788 gehörte Oberhaag zu Pfarre Arnfels. 1795 wurde schließlich die erste Dorfkapelle errichtet.

Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaften entstand 1850. 1878 erst wurde Oberhaag von Arnfels gelöst und zu einer selbständigen Gemeinde erhoben. Es zählt heute flächenmäßig zu den größeren Gemeinden des Bezirkes Leibnitz. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Thunau, Litho. von Georg Matthäus Vischer (1628–1696)
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Oberhaag
Die „Jubiläums-Volksschule“ in Oberhaag wurde 1908 anlässlich des 60-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. erbaut.
Das Naturjuwel Altenbachklamm weist bei einer Länge von 2,3 km eine Höhendifferenz von knapp 400 Metern auf.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist der Landwirt Ernst Haring (ÖVP).[2]

Dem Gemeindevorstand gehören weiters die Vizebürgermeisterin Martina Krieger (ÖVP) und der Gemeindekassier Erich Kuntner (ÖVP) an.[2]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der 2015 setzt sich dieser wie folgt zusammen:[3]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2015 2010 2005 2000
Stimmen  % Mandate St.  % M. St.  % M. St.  % M.
ÖVP 924 66 10 1070 74 11 954 64 10 1022 70 11
SPÖ 277 20 03 0372 26 04 530 36 05 0223 15 02
FPÖ 194 14 2 nicht kandidiert nicht kandidiert 0225 15 02
Wahl­berechtigte 1.880 1.960 1.930 1.797
Wahl­beteiligung 75 % 76 % 79 % 83 %

Tourismusverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Ehrenhausen an der Weinstraße, Leutschach an der Weinstraße, Arnfels und Straß in Steiermark den Tourismusverband „Die südsteirische Weinstraße“. Dessen Sitz ist in Leutschach an der Weinstraße.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Oberhaag COA.jpg

Der Gemeinde Oberhaag wurde mit Beschluss vom 13. Oktober 1958 der Steiermärkischen Landesregierung das Recht verliehen, ab 1. Jänner 1959 ein Gemeindewappen zu führen.[5]
Blasonierung:

„Im blauen Schild mit silbernem Rand ein rechtsaufgerichtetes silbernes Pferd, links oben und rechts unten von einem silbernen sechsstrahligen Stern begleitet.“

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 766 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  2. a b Gemeinde Oberhaag: Gemeindevorstand, abgerufen am 12. Juni 2015
  3. Gemeinde Oberhaag: Gemeinderat, abgerufen am 12. Juni 2015
  4. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 302. ZDB-ID 1291268-2 S. 624–625.
  5. Gemeinde Oberhaag: Chronik – Wappen, abgerufen am 12. Juni 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberhaag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien