Zugtrennung

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Die Zugtrennung ist das unbeabsichtigte Abtrennen eines Zugteils während der Fahrt. Der Grund für eine Zugtrennung ist in den meisten Fällen das Zerreißen einer Kupplung in einer Zugkomposition, verursacht durch eine übermäßige Beanspruchung (z. B. auch durch eine zu locker gelassene Schraubverbindung der Kupplung) oder Mängel.

In den Anfängen der Eisenbahn kam es recht häufig zu Zugtrennungen, da es beim Anfahren, bei ungleichmäßiger Bedienung der Eisenbahnbremsen, beim Befahren von Gefällewechseln und beim Übergang von langsamer zu schneller Fahrt in den Zugverbänden zu starken Zug- und Stoßbewegungen kam. Dank der Einführung der durchgehend automatischen Bremsen ging die Zahl der Zugtrennungen deutlich zurück.

Häufigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland kam es im Jahr 2006 zu 40 Zugtrennungen.[1]

Eine Zugtrennung kann durch eine Zugvollständigkeitskontrolle erkannt werden. Bei einer Zugtrennung wird durch Abreißen des Bremsschlauchs eine sofortige Zwangsbremsung eingeleitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wenn bei der Bahn „alle Stricke reißen“. In: Nürnberger Zeitung, 5. Januar 2008