Çaka Bey

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Çaka Bey oder Çakan Bey (* ca. 1040; † 1092) war ein seldschukischer Bey und Pirat im 11. Jahrhundert. Sein Name ist alttürkischer Herkunft und bedeutet auf deutsch der Herr, der die Streitaxt einsetzt.[1] Er gehörte dem turkmenischen Oghusenstamm Çavuldur an.

Nach der Schlacht von Manzikert 1071 wurde er von Alp Arslan beauftragt Westanatolien zu erobern. Bei seinen Feldzügen wurde er von den Byzanztinern gefangengenommen. Nachdem er einige Zeit in byzantinischer Gefangenschaft verbracht hatte, erlangte er ca. 1081 die Kontrolle über Izmir. Er baute die erste türkische Flotte auf und neben Piratenaktivitäten eroberte er verschiedene byzantinische Inseln, u.a. Samos, Chios und Mitylene. Çaka Bey beanspruchte den byzantinischen Kaisertitel für sich (in Kleinasien).

Er verheiratete seine Tochter mit dem seldschukischen Sultan Kılıç Arslan I.. Laut byzantinischen Quellen ließ ihn dieser aber 1092 ermorden. Die Byzantiner unter Alexios I. konnten kurz darauf das von Çaka Bey kontrollierte Gebiet zurückerobern.

Literatur[Bearbeiten]

  • Claude Cahen: Pre-Ottoman Turkey: A General Survey of the Material and Spiritual Culture and History c.1071-1330, New York 1968, S.81

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Akdes Nimet Kurat: Çaka Bey: İzmir ve civarındaki adaların ilk Türk beyi, M.S. 1081-1096. Türk Kültürünü Araştırma Enstitüsü, Ankara 1987; S. 43-46. ISBN 975-456-000-5 (Türkisch)