Émilie de Vialar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Émilie de Vialar, Porträt um 1850

Émilie de Vialar (* 12. September 1797 in Gaillac; † 24. August 1856 in Marseille) war eine französische Mystikerin und Ordensgründerin. Sie wird von der römisch-katholischen Kirche als Heilige verehrt.

Émilie de Vialar wurde als älteste Tochter der vier Kinder der wohlhabenden Eheleute Baron de Vialar und Antoinette Portal geboren. Nach dem Besuch der Grundschule in Gaillac wechselte sie auf ein Mädchenpensionat in Paris. Nach Beendigung ihrer Schulbildung und dem Tod ihrer Mutter kehrte sie nach Hause zurück und übernahm die Erziehung ihres jüngsten Bruders. Eine Eheschließung lehnte die fromme junge Frau trotz heftiger Streitigkeiten mit ihrem Vater ab. Sie widmete sich karitativen Werken und nutzte ein von ihrem Großvater ererbtes Vermögen um 1832 ein Haus in Gaillac zu erwerben. Dort gründete sie die Kongregation der „Soeurs de St.-Joseph de l´Apparition“ (Schwestern von St. Joseph der Erscheinung), die 1835 die bischöfliche Approbation erhielt. Die Schwestern widmeten sich der Kranken- und Armenpflege, sie reisten beispielsweise nach Algerien um bei einer Choleraepidemie die Pflege der Kranken zu übernehmen.

Die Kongregation wurde insbesondere vom Bischof von Marseille unterstützt, das veranlasste Émilie de Vialar das Mutterhaus 1852 dorthin zu verlegen. In den 24 Jahren, in denen die Gründerin den Orden leitete breitete er sich in über 40 Niederlassungen in Westeuropa, im Mittelmeerraum, auf dem Balkan, sowie im Nahen und Fernen Osten aus. Bei ihrem Tode im Jahre 1856 wurde die erste Niederlassung in Australien gegründet.

Papst Pius XII. sprach die Ordensfrau am 18. Juni 1939 selig, die Heiligsprechung folgte am 24. Juni 1951. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 17. Juni.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]