Übergangsregierung

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Als Übergangsregierung, auch provisorische Regierung oder Interimsregierung wird eine vorläufige Regierung bezeichnet, die üblicherweise in Zeiten politischer Krisen eingerichtet wird. Eine Übergangsregierung wurde im Regelfall nicht demokratisch legitimiert. Sie besteht häufig aus vertrauenswürdig scheinenden Personen, denen die Erfüllung der übertragenen Aufgaben zugetraut wird. Oft kommen Mitglieder aus dem Kreis der ehemaligen Opposition oder sind moderate Vertreter des bisherigen Systems.

Die Übergangsregierung ist von einer geschäftsführenden Regierung zu unterscheiden, die eine Regierung bezeichnet, die ihre Mehrheit bei Wahlen verloren hat, die aber geschäftsführend im Amt bleibt, bis die neue Regierung gebildet ist.

Aufgaben der Übergangsregierung[Bearbeiten]

Die Aufgaben einer Übergangsregierung sind stark begrenzt. Sie muss gewährleisten, dass ein staatliches Handeln trotz einer Krisensituation möglich ist. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören unter anderem die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit und die Organisation einer Neuwahl.

Historische Beispiele für eine Übergangsregierung[Bearbeiten]

Historisch sind Übergangsregierungen zwischen der Zeit des Todes des Monarchen und der Bestimmung seines Nachfolger (Interregnum) beschrieben. Viele Märzregierungen waren Übergangsregierungen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Übergangsregierung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen