Vierfachbindung

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Eine Vierfachbindung ist eine seltene Form der chemischen Bindung zwischen zwei Atomen, die über Elektronenpaare vermittelt wird (Elektronenpaarbindung). Zwischen den Atomen gewährleisten vier Paare von Bindungselektronen den Zusammenhalt des darauf aufbauenden Moleküls. Eine Vierfachbindung hat somit eine besonders hohe Elektronendichte und ist ein Zentrum negativer Ladung.

Beispiele[Bearbeiten]

Ein bekanntes Beispiel für die Vierfachbindung ist die Gruppe der Octahalodirhenat-Komplexionen Re2X82−. Neben dem bekanntesten davon, dem Octachlorodirhenat(III)-Ion (Re2Cl82−) sind derzeit auch Brom-, Iod- und – sehr selten – Fluor-Komplexe bekannt.

Re-Re-Vierfachbindung

Eine weitere Verbindung mit Vierfachbindung ist das tiefrote Dichrom(II)-tetraacetat-dihydrat Cr2(CH3COO)4(OH2)2, welches für eine Chrom(II)-verbindung relativ stabil ist.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wolfgang A. Herrmann, Fritz E. Kühn: Organorhenium Oxides. In: Accounts of chemical research. 30, Nr. 4, 1997, S. 169–180, doi:10.1021/ar9601398.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerd Blumenthal, Dietmar Linke, Siegfried Vieth: Chemie: Grundwissen für Ingenieure. 1. Auflage, Vieweg +Teubner, 2006, ISBN 978-3-519-03551-0, S. 327.