12 (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel 12
Originaltitel 12
Produktionsland Russland
Originalsprache Russisch / Tschetschenisch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 153 Minuten
Stab
Regie Nikita Michalkow
Drehbuch Nikita Michalkow,
Wladimir Moissejenko,
Alexander Nowotozki
Produktion Leonid Vereshchagin
Musik Eduard Artemjew
Kamera Vladislav Opelyants
Schnitt Enzo Meniconi,
Andrei Zaitsev
Besetzung

Die zwölf Geschworenen:
Sergei Makowezki Geschworener Nr. 1
Nikita Michalkow Geschworener Nr. 2
Sergei Garmasch Geschworener Nr. 3
Walentin Gaft Geschworener Nr. 4
Alexei Petrenko Geschworener Nr. 5
Juri Stojanow Geschworener Nr. 6
Sergei Gasarow Geschworener Nr. 7
Michail Jefremow Geschworener Nr. 8
Alexei Gorbunow Geschworener Nr. 9
Sergei Arzibaschew Geschworener Nr. 10
Wiktor Werschbizki Geschworener Nr. 11
Roman Madjanow Geschworener Nr. 12
Gerichtsdiener: Alexander Adabaschjan
Angeklagter: Apti Magamajew

12 ist eine russische Neuverfilmung des Spielfilms Die zwölf Geschworenen von Reginald Rose in der Regie von Nikita Michalkow. Die ursprünglich in den USA angesiedelte Handlung ist dabei jedoch vor dem Hintergrund des Tschetschenienkonfliktes aktualisiert worden. 12 wurde 2008 für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beginnt nach Ende der Beweisaufnahme eines Strafprozesses in Moskau gegen einen jungen Tschetschenen, dem der Mord an seinem russischen Stiefvater, einem Offizier der russischen Armee, vorgeworfen wird.

Die namensgebenden zwölf Geschworenen werden für die Zeit ihrer Entscheidungsfindung, die für einen Schuldspruch einstimmig ausfallen muss, in die Turnhalle einer Schule gesperrt. Obwohl eigentlich alle zwölf von seiner Schuld ausgehen, stellt sich einer (Sergei Makowezki) von ihnen gegen eine schnelle Entscheidung.

Die Diskussion über den Prozess wird immer wieder durch Rückblenden in die durch den Tschetschenienkonflikt überschattete Jugend des Angeklagten unterbrochen. Im Laufe des Films kommen immer mehr Geschworene zur Überzeugung der Unschuld. Als nur noch ein einziger Geschworener (Michalkow) gegen den Freispruch ist, gibt sich dieser als ehemaliger Offizier zu erkennen; er sei ebenfalls von der Unschuld überzeugt, eine Verurteilung sei aber besser für den Angeklagten, da ihn ansonsten die Schuldigen des Mordes ebenfalls ermorden würden. Er lässt sich aber umstimmen.

Nach dem Freispruch verspricht der ehemalige Offizier dem Jungen, die wahren Täter zur Strecke zu bringen.

Preise[Bearbeiten]

Der Film lief im Programm der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2007, wo Michalkow für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Der Film wurde in der Begründung der Verleihung als „neuer Beweis Michalkows Meisterschaft in der filmischen Erforschung und Enthüllung der Komplexität der Existenz“[1] gewürdigt. Für die Oscar-Verleihung 2008 wurde der Film als bester fremdsprachiger Film nominiert, ging aber leer aus. Der Film wurde mit zwei russischen Nika-Filmpreisen für das Jahr 2007 ausgezeichnet, Eduard Artemjew für die Filmmusik und Sergei Garmasch als bester männlicher Hauptdarsteller.

Literatur[Bearbeiten]

  • Reginald Rose: Die zwölf Geschworenen (Originaltitel: Twelve Angry Men). Für die deutsche Bühne dramatisiert von Horst Budjuhn. Reclam, Stuttgart 1996, 104 S., ISBN 3-15-007821-0
  • Reginald Rose: Twelve Angry Men. A Play in Three Acts. Stage version by Sherman L. Sergel; adapted from the television show of the same name initially presented on Studio One, CBS-TV. Dramatic Pub. Co., Chicago 1955 (engl. Ausgabe)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. La Biennale di Venezia (englisch) labiennale.org. Archiviert vom Original am 17. April 2008. Abgerufen am 20. Juni 2010.

Weblinks[Bearbeiten]