Abbeizmittel

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Abbeizmittel (auch Abbeizer) sind chemische Verbindungen, mit deren Hilfe alte Farbanstriche und Lacke (z. B. auf Holz) entfernt werden können. Der Prozess wird als „Abbeizen“ oder „Ablaugen“ bezeichnet. (siehe auch Beizen).

Bei der Anwendung von Laugen auf Holz zur Entfernung von Farben, besonders im Außenbereich, ist eine vollkommene und tiefgründige Neutralisierung notwendig wenn anschließend ein neuer Farbauftrag erfolgen soll. Diese Neutralisierung ist aber in aller Regel nicht zu gewährleisten. Daher wird die Anwendung von Lauge z.B. auf Fenstern von Fachleuten abgelehnt.[1][2][3]

Man unterscheidet ablaugende und lösende Abbeizmittel.

Die ablaugenden Abbeizmittel enthalten alkalische Verbindungen, z. B. Natronlauge, Trinatriumphosphat, Ammoniak und Natriumcarbonat und auch nichtionische Tenside.

Die lösenden Abbeizmittel sind Lösemittelgemische aus aliphatischen Kohlenwasserstoffen, Aceton, halogenierten Kohlenwasserstoffen und Aromaten. Kombinierte Abbeizmittel enthalten ablaugende und lösende Bestandteile.

Sie können in Gelform vorliegen, um ein leichteres Auftragen zu ermöglichen. Das Abbeizmittel muss eine gewisse Zeit einwirken (bei schnellen Abbeizmitteln etwa eine Stunde) bevor der gelöste Lack mit einem Spachtel und Wasser entfernt werden kann.

Weblink[Bearbeiten]

 Wiktionary: Abbeizmittel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Kosinski: So arbeitet der Maler - Arbeitstechniken des Malerhandwerks, Berlin 1965, S. 108
  2. Wolf Schmidt: Reparatur historischer Holzfenster. In: Denkmalpflege Informationen. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München 2004, S.36
  3. Tobias Huckfeldt, Hans-Joachim Wenk: Holzfenster - Konstruktion, Schäden, Sanierung, Wartung. Köln 2009, S. 279 u. 280