Achillas von Alexandria

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Der Heilige Achillas war im Jahr 311 (Januar bis 13. Juni) für wenige Monate Bischof von Alexandria und damit der nach dem Bischof von Rom ranghöchste Kirchenführer der Christenheit. Der aus dem alexandrinischen Patriarchat hervorgegangenen Koptischen Kirche gilt er als ihr 18. Papst auf dem Stuhl des Evangelisten Markus, des Begründers des ägyptischen und afrikanischen Christentums.

Wie sein Vorgänger Petros I. war er Leiter der einflussreichen alexandrinischen Katechetenschule. Achillas' Amtszeit fiel in eine kirchenpolitisch sehr bewegte Zeit. Am 30. April 311 beendete Kaiser Galerius durch das Toleranzedikt von Nikomedia die Christenverfolgung im Römischen Reich. Gleichzeitig kam es zu ernsthaften theologischen Spannungen innerhalb der soeben legalisierten Kirche. Achilla weihte den von seinem Vorgänger Petros exkommunizierten Diakon Arius zum Priester. Unter Achillas' Nachfolger Alexander von Alexandria eskalierte der Arianische Streit zwischen Arianern und Trinitariern über das Verhältnis zwischen Gottvater und Gottessohn. Im ebenfalls zum Ende der Christenverfolgungen geführten Streit um die Meletianer war Achillas ein entschiedener Gegner dieser Gruppierung.

Sein katholischer und koptischer Gedenktag ist der 13. Juni.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Petros I. Bischof von Alexandria
311
Alexander I.