Schuppenzypressen

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Schuppenzypressen
Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Coniferopsida
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Zypressengewächse (Cupressaceae)
Gattung: Schuppenzypressen
Wissenschaftlicher Name
Actinostrobus
Miq.

Die Schuppenzypressen[1] (Actinostrobus) sind eine Gattung von Bäumen in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Die drei Arten der Gattung leben in einem schmalen Band entlang der Westküste Australiens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Schuppenzypressen sind immergrüne, einhäusige Sträucher oder Bäume mit glatter, dünner, abblätternder Borke. Die Äste sind kurz und fest und formen eine konische oder strauchartige Krone. Auch Bäume mit hängender Krone kommen natürlich vor.[2]

Die Blätter stehen zu dreien abwärtsgerichtet in Wirteln. Junge Blätter an jungen Bäumen wachsen nadelförmig. Die ausgewachsenen grünen oder glauk-grünen Blätter sind meist kürzer als 5 Millimeter, haben eine linealisch-lanzettliche Form und sind stachel-spitzig. Die Blattunterseite ist gekielt, der Blattrand gezähnt. Auf beiden Blattseiten treten je zwei Bänder mit Spaltöffnungen auf.[2]

Die Pollenzapfen sind klein und zylindrisch. Die 10 bis 18 Mikrosporophylle stehen in Dreier-Wirteln und haben zwei bis vier abaxiale Pollensäcke. Die Samenzapfen stehen einzeln, in Zweier- bis Dreiergruppen oder gehäuft entlang von Ästen. Geschlossen sind sie etwa kugelförmig mit halbkugelförmiger Spitze, kugelig-konisch oder kugelig-schlauchförmig. Die Deckschuppen sind in zwei Wirteln zu drei gleich großen Schuppen angeordnet, denen gegenüber vier bis sechs Schuppenblätter stehen. Die Deckschuppenspitzen werden völlig von den Samenschuppen bedeckt. Die Samenschuppen sind länglich mit hellen Samennarben an der Basis. Die Samenanlagen stehen in zwei Wirteln von vier bis sechs aufrecht in den Achseln der Deckschuppen. Je Zapfen werden acht bis zwölf dreiflügelige Samen gebildet. Die Keimlinge bilden zwei Keimblätter.[2]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n=22.[3]

[Bearbeiten] Verbreitung und Ökologie

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich in einem schmalen Band entlang der Westküste Australiens vom Süden der Shark Bay bis nach Albany.[2] Die Arten Actinostrobus pyramidalis und Actinostrobus arenarius findet mach häufig zusammen mit der Schmuckzypresse Callitris preissii. Vertreter der beiden Gattungen (Actinostrobus und Callitris) besiedeln als einzige Vertreter der Koniferen trockene Gebiete in Australien, sie nehmen damit ähnliche ökologische Nischen ein wie die Wacholder (Juniperus) der nördlichen Erdhalbkugel.[3]

[Bearbeiten] Systematik

Die Schuppenzypressen (Actinostrobus ) sind eine Gattung in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Der Gattung werden drei Arten zugeordnet:

  • Actinostrobus acuminatus Parl.: Ältere Pflanzen zeigen sowohl junge, nadelförmige als auch ältere schuppenartige Blätter. Samenzapfen wachsen nicht in Gruppen.
  • Actinostrobus arenarius C. A. Gardner: Ältere Pflanzen tragen nur schuppenförmige Blätter, Zapfen wachsen auch in Gruppen, Samenschuppen der Zapfen haben ein gerades und spitzes Ende.
  • Actinostrobus pyramidalis Miq.: Ältere Pflanzen tragen nur schuppenförmige Blätter, Zapfen wachsen auch in Gruppen, Samenschuppen der Zapfen haben ein eingerolltes und stumpfes Ende.[4][2]

Die Gattung wurde 1845 von Friedrich Anton Wilhelm Miquel in Plantae Preissianae erstbeschrieben.[5][6] Der Gattungsname leitet sich aus dem Griechischen ab, actino steht für „(Licht-)Strahl“ und strobus für „Zapfen“. Der Name verweist damit auf die sechs Zapfenschuppen die an der Zapfenspitze zusammenlaufen.[2]

[Bearbeiten] Verwendung

Für keine der Arten ist eine Verwendung bekannt, sie werden auch kaum als Zierpflanzen verwendet, obwohl sie durch ihre konische Form, der grünen Farbe und der Zapfenform einigen Zierwert besitzen.[7]

[Bearbeiten] Nachweise

[Bearbeiten] Literatur

  •  Aljos Farjon: A Handbook of the World's Conifers. Brill, Leiden-Boston 2010, ISBN 9004177183, S. 132.
  •  Schütt, Schuck, Stimm: Lexikon der Baum- und Straucharten. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8, S. 29.
  •  Johann Georg Christian Lehmann (Hrsg.): Plantae Preissianae sive Enumeratio plantarum quas in Australasia occidentali et meridionali-occidentali annis 1838-1841. Hamburg 1845, S. 644.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. deutscher Name nach Schütt et al.: Lexikon der Baum- und Straucharten, S. 29
  2. a b c d e f Farjon: A Handbook of the World's Conifers, Band 1, S. 132
  3. a b Actinostrobus. In: The Gymnosperm Database. Christopher J. Earle, 11. April 2011, abgerufen am 18. Dezember 2011 (englisch).
  4. Actinostrobus. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 18. Dezember 2011 (englisch).
  5. Plantae Preissianae, S. 644, online
  6. Actinostrobus Miq. In: The International Plant Name Index. The Plant Name Project, abgerufen am 18. Dezember 2011 (englisch).
  7. Farjon: A Handbook of the World's Conifers, Beschreibung der einzelnen Arten, Band 1, S. 132–135

[Bearbeiten] Weblinks

  • K. D. Hill: Actinostrobus. Australian National Botanic Gardens, abgerufen am 18. Dezember 2011 (englisch).
  • Michael P. Frankis: Southern Cupressaceae. In: Michael P. Frankis Cone Collection. Arboretum de Villardebelle, 2003, abgerufen am 18. Dezember 2011 (englisch, mit Fotos der Zapfen).
  • Actinostrobus. HerbiGuide, abgerufen am 18. Dezember 2011 (englisch, mit Verbreitungskarten).
  • Jean and Fred Hort: Actinostrobus pyramidalis. flickr, abgerufen am 19. Dezember 2011 (englisch, Fotos von Actinostrobus pyramidalis).
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