Adolf Diekmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Adolf Diekmann (* 18. Dezember 1914; † 29. Juni 1944 in der Normandie) war als deutscher Offizier der Waffen-SS ein Kriegsverbrecher. Zuletzt hatte er den Rang eines SS-Sturmbannführers inne.

Vor dem Kriegseinsatz war Diekmann Dozent an SS-Junkerschulen. Im Sommer 1944 kommandierte er das 1. Bataillon des zur 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ gehörenden Panzergrenadier-Regiments „Der Führer“. In dieser Eigenschaft befahl er am 10. Juni 1944 die Ermordung der Bewohner des Dorfes Oradour-sur-Glane bei Limoges (Frankreich); 642 Menschen, darunter 207 Kinder und 254 Frauen, kamen dabei ums Leben.

Hauptartikel: Massaker von Oradour

Adolf Diekmann fiel am 29. Juni bei der Operation Overlord in der Normandie im Gefecht. Sein Grab befindet sich in La Cambe.

In den späteren Berichten und Gerichtsprozessen über Oradour-sur-Glane wurde er häufig als „Otto Diekmann“ bezeichnet, was aber auf eine Verwechslung mit dem Vornamen eines weiteren Beschuldigten, Otto Kahn, zurückzuführen ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-039309-0.