Adolf Görz

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Adolf Goerz in Johannesburg (ca. 1890)

Adolf Görz (* 18. Dezember 1857 in Mainz; † 28. Juni 1900 in Giessbach in der Schweiz) war ein Großgrubenbesitzer und Bankier in Südafrika.

Leben[Bearbeiten]

Adolf Görz studierte an der Bergakademie Freiberg. 1877 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Freiberg sowie später des Corps Teutonia Freiberg. 1879 schloss er das Studium mit der Diplomprüfung ab. Im Jahr 1888 kam er nach Transvaal, Südafrika wo er sich in der entstehenden Finanzmetropole und Goldgräberstadt Johannesburg ansiedelte, Großgrubenbesitzer und Direktor der National Bank of South Africa wurde.

Zu seinen wichtigsten Unternehmungen gehörten:

  • Adolf Goerez & Co Ltd, Finanzdienstleistungen (mit einer Filiale in Berlin)
  • New Rietfontain and Wittcopjes Gold Mining Company
  • Crown Reef & Mayer Gold Mining Company
  • Charlton Gold Mining Company
  • Rand Central Ore Reduction Company

Mit seinem dort erworbenen Vermögen engagierte er sich sozial insbesondere in seiner Geburtsstadt Mainz. So stiftete er 40.000 Goldmark für die Mainzer Liedertafel und 300.000 Mark für wohltätige Zwecke.

Auf ihn geht unter anderem die Görzsiedlung in Mainz zurück, die auch als Görzstiftung bezeichnet wird. Die dortige Görzstraße ist nach ihm und seinem Bruder, dem Justizrat Friedrich Görz, benannt, der Aufsichtsratsvorsitzender des Bau- und Sparvereins in Mainz war.

Daneben gibt es noch die Adolf-Görz-Stiftung - eine kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts mit Sitz in Mainz. Zweck der Stiftung ist die Förderung der pädagogischen Arbeit der Evangelischen Kindergärten in Mainz.

Literatur[Bearbeiten]

  • LONGLAND, Henry: The Golden Transvaal: an illustrated review, descriptive, historical, etc., Simpkin & Marshall, London 1893 Digitalisat (pdf, 56 MB), mit Beschreibung der Gründerzeit von Johannesburg und des Goldbergbaus vom Witwatersrand.
  • Adolf Berve, Herbert Dieter Nienhaus, Kurt Schröter, Gerhard Voigt, Karl Heinz Weber: Chronik des Corps Saxo-Montania zu Freiberg und Dresden in Aachen, Teil II - Corps Saxo-Borussia Freiberg i. Sa. 1842–1935 (1951), Hauptabschnitt II, S. 256, 290 (Kurzbiografie und biografische Daten)

Weblinks[Bearbeiten]