1900

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Dieser Artikel behandelt das Jahr 1900. Für den gleichnamigen Film, siehe 1900 (Film)

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Staatsoberhäupter · Nekrolog · Musikjahr · Filmjahr · Sportjahr

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1900
"Boxer"-Rebellen
In China bricht der Boxeraufstand gegen den Imperialismus Europas, Japans und der USA aus.
Lord Herbert Kitchener, britischer Generalstabschef im Burenkrieg ab 1900
Im Zweiten Burenkrieg gewinnt das British Empire die Oberhand.
Le Chateau d'eau und Plaza während der Weltausstellung
Die Weltausstellung in Paris erreicht 47 Millionen Besucher.
1900 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1348/49 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1892/93 (Jahreswechsel 10./11. September)
Bahai-Kalender 56/57 (Jahreswechsel 20./21. März)
Bikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1956/57 (Jahreswechsel April)
Buddhistische Zeitrechnung 2443/44 (südlicher Buddhismus); 2442/43 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 76. (77.) Zyklus

Jahr der Metall-Ratte 庚子 (seit 31. Januar, davor Erde-Schwein 己亥)

Dai-Kalender (Vietnam) 1262/63 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 4233/34 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 1278/79 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 1317/18 (30. April/1. Mai)
Japanischer Kalender Meiji 33 (明治33年);

Kōki 2560

Jüdischer Kalender 5660/61 (23./24. September)
Koptischer Kalender 1616/17 (10./11. September)
Malayalam-Kalender 1075/76
Rumi-Kalender (Osmanisches Reich) 1315/16 (1. März)
Seleukidische Ära Babylon: 2210/11 (Jahreswechsel April)

Syrien: 2211/12 (Jahreswechsel Oktober)

Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) 2442/43 (1. April)

Das Jahr 1900 ist ein Säkularjahr. Es hat 365 Tage. Drei Ereignisse prägen das Jahr 1900 besonders: Die Weltausstellung in Paris, der Zweite Burenkrieg in Südafrika und der Beginn des Boxeraufstandes in China.

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Deutsches Reich[Bearbeiten]

Weitere Ereignisse in Europa[Bearbeiten]

Zweiter Burenkrieg im südlichen Afrika[Bearbeiten]

Im Zweiten Burenkrieg konnten die Buren im Vorjahr, zur Überraschung der Briten, rasche Erfolge feiern und in die Kapkolonie und Natal einmarschieren. Sie belagerten mehrere britische Garnisonen und fügten den Engländern um den Jahreswechsel herum in den Schlachten von Magersfontein, Colenso, Stormberg und Spion Kop vier katastrophale Niederlagen innerhalb von sechs Wochen zu. Anfang 1900 wendet sich das Blatt jedoch zu Gunsten der Briten, mit dem Eintreffen von 60.000 Mann Verstärkung. Die belagerten Städte werden freigekämpft, und die Buren bei Paardeberg, Diamond Hill und Belfast geschlagen. Am 13. März fällt die Hauptstadt des Oranje-Freistaates, Bloemfontein, am 5. Juni die Hauptstadt Transvaals, Pretoria. Präsident Kruger flieht daraufhin nach Europa. Der Krieg scheint für Großbritannien gewonnen zu sein. Nun aber ändern die Buren ihre Taktik und gehen zu einem für die Briten äußerst verlustreichen Guerilla-Krieg über. Unter ihrem Anführer, General Christiaan De Wet kämpfen sie noch volle zwei Jahre lang weiter.

Französische Kolonien in Afrika[Bearbeiten]

Boxeraufstand in China[Bearbeiten]

Die chinesische Volksbewegung der Boxer richtet sich gegen den wachsenden Einfluss der Kolonialmächte, und speziell die Ungleichen Verträge, sowie die christliche Missionierung in China, und will diese mit Gewalt beseitigen. Dazu kommt eine allgemeine Krisenstimmung, ausgelöst durch Naturkatastrophen und Hungersnöte. Die Qing-Dynastie, die gerade erst innere Kämpfe hinter sich hat, bei denen sich die Kaiserinwitwe Cixi durchsetzte, kann dem wenig entgegensetzen, wird aber gleichzeitig auch von den Boxern unterstützt.

Am 15. April werden die Boxer auf Druck der ausländischen Mächte verboten, doch da sich reguläre kaiserliche Truppen in Peking und Tientsin mit ihnen verbünden, lässt sich das Verbot nicht durchsetzen. Im Mai erreicht die Bewegung die Umgebung der Hauptstadt Peking und beginnt mit Attacken gegen Ausländer sowie gegen die an die Küste führenden Bahnlinien. Die ausländischen Gesandten in Peking beordern daraufhin rund 450 Soldaten als Gesandtschaftswachen nach Peking und beginnen, das Viertel zu verbarrikadieren.

Am 17. Juni stürmen die alliierten Truppen die Küstenforts von Dagu nahe Tianjin. Als Reaktion erlässt der Kaiserhof am 21. Juni ein Edikt, und kaiserliche Truppen kämpfen nun offiziell an der Seite der Boxer. Etwa 20.000 Chinesischen Truppen und Boxermilizen belagern daraufhin das Gesandtschaftsviertel in Peking, gleichzeitig wird die internationale Konzession in Tianjin (Tientsin) belagert.

In der Zwischenzeit stellen sechs europäische Staaten sowie die USA und Japan ein Expeditionskorps für eine Intervention in China zusammen. Bei der Verabschiedung eines Teils der deutschen Truppen am 27. Juli hält Kaiser Wilhelm II. seine berüchtigte Hunnenrede. Die in Europa eingeschifften Truppen kommen allerdings zu spät, um noch am Entsatz Tianjins und Pekings teilzunehmen.

Das Expeditionskorps erreicht am 13. August Peking, das bereits am folgenden Tag fällt. Am 15. August fliehen die Kaiserinwitwe und ihr Rat aus Peking nach Xi'an. In einem Edikt vom 7. September macht Cixi die Boxer für die militärische Niederlage verantwortlich und erteilt den Provinzgouverneuren die Anweisung, erneut Regierungstruppen gegen sie einzusetzen. Am 25. September werden in den Aufstand verwickelte hohe Amtsträger vom Kaiserhof degradiert. Gleichzeitig beginnen die alliierten Truppen damit, Strafexpeditionen gegen Aufständische durchzuführen und so den letzten Widerstand zu brechen.

Amerika[Bearbeiten]

Roosevelts Brief an Henry W. Sprague

Ozeanien[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Weltausstellung in Paris[Bearbeiten]

Auf der Pariser Weltausstellung werden viele technische Errungenschaften vorgestellt, die das 20. Jahrhundert prägen werden, darunter der Dieselmotor, der Tonfilm und die Rolltreppe. Zur Ausstellung wird auch die Pariser Metro eröffnet, und sie ist gleichzeitig Austragungsort der Zweiten Olympischen Spiele.

  • 14. April: Der französische Staatspräsident Émile Loubet eröffnet die Pariser Weltausstellung. Ab dem Folgetag kann das Publikum unter anderem über Rolltreppen und einen rollenden Bürgersteig staunen.
  • 12. November: Die Weltausstellung in Paris geht zu Ende. Die Veranstalter zählten in den sieben Monaten rund 47 Millionen Besucher.

Geldwirtschaft[Bearbeiten]

Unternehmensgründungen[Bearbeiten]

Sonstige wirtschaftliche Ereignisse[Bearbeiten]

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Lovis Corinth: Salome II. Fassung, Öl auf Leinwand

Literatur[Bearbeiten]

  • Der daoistische Mönch Wang Yuanlu entdeckt durch Zufall die aus dem Jahr 1036 stammende „vermauerte Bibliothek“ in den Mogao-Grotten.

Musik und Theater[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Anzeige für die erste Internationale Kochkunst-Ausstellung
Platz am Künstlerhaus mit der Straßenfront des Künstlerhauses (rechts)

Gesellschaft[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Katastrophen[Bearbeiten]

Das vom Hurrican zerstörte Galveston

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.

Sport[Bearbeiten]

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Historische Karten und Ansichten[Bearbeiten]

Geboren[Bearbeiten]

Januar[Bearbeiten]

Februar[Bearbeiten]

März[Bearbeiten]

April[Bearbeiten]

Spencer Tracy
Wolfgang Pauli, 1945

Mai[Bearbeiten]

Juni[Bearbeiten]

Antoine de Saint-Exupéry

Juli[Bearbeiten]

August[Bearbeiten]

Hans Adolf Krebs

September[Bearbeiten]

Oktober[Bearbeiten]

November[Bearbeiten]

Margaret Mitchell, 1941

Dezember[Bearbeiten]

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten]

Erstes Quartal[Bearbeiten]

Gottlieb Daimler

Zweites Quartal[Bearbeiten]

Drittes Quartal[Bearbeiten]

Friedrich Nietzsche, 1882

Viertes Quartal[Bearbeiten]

Oscar Wilde, 1889

Genauer Todestag unbekannt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1900 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien