1900

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt das Jahr 1900. Für den gleichnamigen Film, siehe 1900 (Film)


Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender

| 18. Jahrhundert | 19. Jahrhundert | 20. Jahrhundert |
| 1870er | 1880er | 1890er | 1900er | 1910er | 1920er | 1930er |
◄◄ | | 1896 | 1897 | 1898 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902 | 1903 | 1904 | | ►►

Staatsoberhäupter · Filmjahr · Sportjahr

1900
"Boxer"-Rebellen
In China bricht der sogenannte Boxeraufstand aus.
Buren
Im Zweiten Burenkrieg bekommt das British Empire die Oberhand.
Le Chateau d'eau und Plaza während der Weltausstellung
Die Weltausstellung in Paris erreicht 47 Millionen Besucher
1900 in anderen Kalendern
Gregorianischer Kalender 1900
1900MCM 
Ab urbe condita 2653
Armenischer Kalender 1349
Bahai-Kalender 56–57
Bengalischer Kalender 1306–1307
Berber-Kalender 2850
Buddhistischer Kalender 2444
Burmesischer Kalender 1262
Byzantinischer Kalender 7408–7409
Chinesischer Kalender 4596–4597
Französischer
Revolutionskalender
108CVIII109CIX
108–109
Koptischer Kalender 1616–1617
Äthiopischer Kalender 1892–1893
Hebräischer Kalender 5660–5661
Hindu-Kalender
 – Vikram Samvat 1955–1956
 – Shaka Samvat 1822–1823
Holozän-Kalender 11900
Iranischer Kalender 1278–1279
Islamischer Kalender 1317–1318
Japanischer Kalender
 – Nengō (Ära): Meiji 33
 – Kōki 2560
Koreanischer Kalender
 – Dangun-Ära 4233
 – Juche-Ära -11
Minguo-Kalender -11
Seleukidischer Kalender 2211–2212
Thai-Solar-Kalender 2443

Das Jahr 1900 markierte für die Zeitgenossen den Beginn des 20. Jahrhunderts. Drei Ereignisse prägten das Jahr: Die Weltausstellung in Paris, der (Zweite) Burenkrieg in Südafrika und der Boxeraufstand in China.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Politik und Weltgeschehen

[Bearbeiten] Weltausstellung

Auf der Pariser Weltausstellung wurden viele technische Errungenschaften vorgestellt, die das 20. Jahrhundert prägen sollten, darunter der Dieselmotor, der Tonfilm und die Rolltreppe. Zur Ausstellung wurde auch die Pariser Metro eröffnet, und sie war gleichzeitig Austragungsort der Zweiten Olympischen Spiele.

[Bearbeiten] Burenkrieg

Im Burenkrieg konnten die Buren im Vorjahr, zur Überraschung der Briten, rasche Erfolge feiern und in die Kapkolonie und Natal einmarschieren. Sie belagerten die mehrere britische Garnisonen und fügten den Engländern um den Jahreswechsel herum in den Schlachten von Magersfontein, Colenso, Stormberg und Spion Kop vier katastrophale Niederlagen innerhalb von sechs Wochen zu. Anfang 1900 wendete sich das Blatt jedoch zu Gunsten der Briten, mit dem Eintreffen von 60.000 Man Verstärkung. Die belagerten Städte wurden freigekämpft, und die Buren bei Paardeberg, Diamond Hill und Belfast geschlagen. Am 13. März fiel die Hauptstadt des Oranje-Freistaates, Bloemfontein, am 5. Juni die Hauptstadt Transvaals, Pretoria. Präsident Kruger floh daraufhin nach Europa. Der Krieg schien für Großbritannien gewonnen zu sein. Nun aber änderten die Buren ihre Taktik und gingen zu einem für die Briten äußerst verlustreichen Guerilla-Krieg über. Unter ihrem Anführer, General Christiaan De Wet kämpften sie noch volle zwei Jahre lang weiter.

[Bearbeiten] Boxeraufstand

Die chinesische Volksbewegung der Boxer richtete sich gegen den wachsenden Einfluss der Kolonialmächte, und speziell die Ungleichen Verträge, sowie die christliche Missionierung in China, und wollten diese mit Gewalt beseitigen. Dazu kam eine allgemeine Krisenstimmung, ausgelöst durch Naturkatastrophen und Hungersnöte. Die Qing-Dynastie, die gerade erst innere Kämpfe hinter sich hatte, bei denen sich die Kaiserinwitwe Cixi durchsetzte, konnte dem wenig entgegensetzen, und wurde aber auch von den Boxern unterstützt.

Am 15. April wurden die Boxer auf Druck der ausländischen Mächte verboten, doch da sich reguläre kaiserliche Truppen in Peking und Tientsin mit ihnen verbündeten, ließ sich das Verbot nicht durchsetzen. Im Mai erreichte die Bewegung die Umgebung der Hauptstadt Peking und begann mit Attacken gegen Ausländer sowie gegen die an die Küste führenden Bahnlinien. Die ausländischen Gesandten in Peking beorderten daraufhin rund 450 Soldaten als Gesandtschaftswachen nach Peking und begannen, das Viertel zu verbarrikadieren.

Am 17. Juni stürmten die alliierten Truppen die Küstenforts von Dagu nahe Tianjin. Als Reaktion erließ der Kaiserhof am 21. Juni ein Edikt, und kaiserliche Truppen kämpften nun offiziell an der Seite der Boxer. Etwa 20.000 Chinesischen Truppen und Boxermilizen belagerten darauf das Gesandtschaftsviertel in Peking, gleichzeitig wurde die internationale Konzession in Tianjin (Tientsin) belagert.

In der Zwischenzeit stellten sechs europäische Staaten sowie die USA und Japan ein Expeditionskorps für eine Intervention in China zusammen. Bei der Verabschiedung eines Teils der deutschen Truppen am 27. Juli hielt Kaiser Wilhelm II. seine berüchtigte Hunnenrede. Die in Europa eingeschifften Truppen kamen allerdings zu spät, um noch am Entsatz Tianjins und Pekings teilzunehmen.

Das Expeditionskorps erreichte am 13. August 1900 Peking, das bereits am folgenden Tag fiel. Am 15. August flohen die Kaiserinwitwe und ihr Rat aus Peking nach Xi'an. In einem Edikt vom 7. September machte Cixi die Boxer für die militärische Niederlage verantwortlich und erteilte den Provinzgouverneuren die Anweisung, erneut Regierungstruppen gegen sie einzusetzen. Am 25. September wurden in den Aufstand verwickelte hohe Amtsträger vom Kaiserhof degradiert. Gleichzeitig begannen die alliierten Truppen damit, „Strafexpeditionen“ gegen „Boxernester“ durchzuführen und so den letzten Widerstand zu brechen.

[Bearbeiten] Ereignisse

[Bearbeiten] Januar

Leipzig um 1900 (Augustusplatz und Neues Theater)
Wiener Ringstraße mit Parlament 1900
Bremen um 1900, Fotografie vom Stadtwerder auf das Stadtzentrum

[Bearbeiten] Februar

[Bearbeiten] März

[Bearbeiten] April

  • 4. April: Auf dem Brüsseler Hauptbahnhof wird auf Albert Eduard, Prince of Wales, ein Attentat verübt, das jedoch misslingt. Der Täter, ein 16-jähriger Klempner, begründet seine Tat mit der britischen Unterdrückungspolitik im Burenkrieg. Die britische Presse macht am Folgetag die Hetzpolitik der kontinentaleuropäischen Staaten gegen den Burenkrieg für das Attentat verantwortlich. Am 5. Juli wird der Täter wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen.
  • 22. April: In der Schlacht bei Kousséri zwischen drei französischen Kolonialarmeen unter dem Befehl Amédée-François Lamys einerseits und den Truppen des Reiches Bornu unter dem Usurpator Rabih az-Zubayr ibn Fadl Allah andererseits finden beide Heerführer den Tod. Das von den Franzosen in dieser Schlacht besiegte zentralafrikanische Reich wird später unter den Kolonialmächten Großbritannien, Frankreich und Deutschland aufgeteilt.

[Bearbeiten] Mai

[Bearbeiten] Juni

„Boxer“-Rebellen (1900)

[Bearbeiten] Juli

[Bearbeiten] August

[Bearbeiten] September

[Bearbeiten] Oktober

[Bearbeiten] November

[Bearbeiten] Dezember

[Bearbeiten] Wissenschaft und Technik

[Bearbeiten] Wirtschaft

[Bearbeiten] Kultur

[Bearbeiten] Premieren

[Bearbeiten] Literarische Werke (ungeordnet)

[Bearbeiten] Sonstiges

[Bearbeiten] Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

[Bearbeiten] Katastrophen

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.

[Bearbeiten] Geboren

[Bearbeiten] Januar

[Bearbeiten] Februar

[Bearbeiten] März

[Bearbeiten] April

[Bearbeiten] Mai

[Bearbeiten] Juni

[Bearbeiten] Juli

[Bearbeiten] August

[Bearbeiten] September

[Bearbeiten] Oktober

[Bearbeiten] November

[Bearbeiten] Dezember

[Bearbeiten] Gestorben

[Bearbeiten] Erstes Halbjahr

[Bearbeiten] Zweites Halbjahr

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: 1900s – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Commons Commons: 1900s – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Persönliche Werkzeuge
In anderen Sprachen