Aktivitätsanalyse

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Die Aktivitätsanalyse ist ein auf Tjalling Koopmans zurückgehender Ansatz der Produktionstheorie.

Im Falle einer linear-limitationalen Produktionsfunktion (z. B. Leontief-Produktionsfunktion) ist eine Substitution der Produktionsfaktoren nicht möglich. Daher fasst die Aktivitätsanalyse als Modellvariable die Aktivitäten des Produktionsbereichs (oder auch anderer betrieblicher Teilbereiche) auf. Das heißt statt der Inputfaktoren werden zum Beispiel unterschiedliche Produktionsprozesse gegeneinander substituiert oder miteinander kombiniert. Dies führt bei geschickter Anwendung faktisch zu einer Substitution der Produktionsfaktoren. Durch Prozesskombinationen effizienter Verfahren ergibt dies eine Isoquante. Bei unendlicher Anzahl von Prozessen wird diese stetig.

Durch die Aktivitätsanalyse wurde die Konzeption linearer Modelle (lineare Optimierung) in die Wirtschaftstheorie eingeführt; sie ist jedoch grundsätzlich auch für nichtlineare Problemstellungen offen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Harald Dyckhoff: Produktionstheorie: Grundzüge industrieller Produktionswirtschaft. 5., überarb. Auflage. Springer, Berlin 2006, ISBN 3-540-32600-6
  • Koopmans, T.C. : Analysis of production as an efficient combination of activities; in: Koopmans, T.C. (Hrsg.): Activity Analysis of Production and Allocation, New York, 1951, S. 33-97