Al-Watan

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Dieser Artikel behandelt die Tageszeitung "Al-Watan" in Saudi-Arabien, es gibt auch noch Al-Watan (Syrien). Außerdem existieren in Kuwait, Jordanien, und anderen Ländern Zeitungen mit dem gleichen Namen.
Al-Watan
Beschreibung arabischsprachige Tageszeitung in Saudi Arabien
Verlag Assir Establishment for Press and Publishing[1]
Erstausgabe 1 September 2000
Erscheinungsweise täglich
Weblink www.alwatan.com.sa

Al-Watan (arabisch ‏الوطن‎ al-Watan ‚die Heimat‘) ist eine führende Tageszeitung in Saudi-Arabien. Sie versteht sich als reformorientiert und westlichen Positionen nahestehend. International wurde sie bekannt, als ihr Direktor Dschemal Kashoggi wegen heftiger Kritik an islamischen Religionsgelehrten, darunter Ibn Taimiya, seines Postens enthoben wurde.

Die Zeitung gilt als regierungsnah und nicht-religiös. Sie sorgt in Saudi-Arabien immer wieder für Aufsehen, indem sie islamische Autoritäten und die Mutawwa kritisiert, so auch 2004 den Großmufti Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich. Die Mutawwa in Saudi-Arabien kritisierte in ihrem Internetportal die Zeitung des Öfteren und „widerlegte“ ihre Artikel.

Islamisten sollen in der Vergangenheit zum Mord an Redakteuren aufgerufen haben.[2] Die Zeitung und ihre Redakteure wurden aus islamistischen Kreisen als „Ungläubige“ tituliert.[3]

Ein muslimischer Kleriker des offiziellen Gelehrtenrates in Riad erklärte, es sei eine „Sünde“, Al-Watan zu kaufen.[3] Die Zeitung wird vom saudischen Staat finanziell unterstützt.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The press in Saudi Arabia, BBC News, 13. Dezember 2006
  2. Sehen ist Sünde von Michael Thumann, DIE ZEIT Nº 28/2003 3. Juli 2003
  3. a b Das unsichtbare Böse. Jagd auf Bombenleger, Streit mit der Presse, islamistischer Drill für junge Männer: Saudi-Arabien im Antiterrorkampf von Michael Thumann, DIE ZEIT, 12. Juni 2003, Nr. 25